SFZ erreicht Saisonziel vorzeitig: Aufstieg geschafft

Bereits in der vorletzten Runde der Segelflugbundesliga hat das Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide sein sportliches Saisonziel erreicht: „Der Aufstieg zurück in die 2. Segelflugbundesliga ist gesichert!“ freut sich Hanns-Günther Bauer, der sportliche Leiter des Vereins. „In diesem Sinne möchte ich allen danken, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.“

Doch wie kam es nun zu diesem fulminanten Schlusssprint der hochfränkischen Sportpiloten? Schon in den letzten Runden zeichnete sich die Chance ab, sich an der Tabellenspitze zu halten. Hierzu versuchten sie alles, um jede Runde mindestens drei Flüge in die Wertung einzubringen. Diese Konstanz machte sich nun bezahlt. Und auch in dieser 18. Runde war der Einsatz entscheidend.

 

Der für den vorzeitigen Aufstieg entscheidende Flug kam von Serena Triebel, die einen Flug vom Streckensegelflug-Lehrgang in Schwandorf meldete. Sie gab „alles für die Bundesliga“. Auf über 130 Wertungskilometern nördlich über die Oberpfalz bis nach Oberfranken hielt sie eine Schnittgeschwindigkeit von 53 Stundenkilometern.

 

Auch Bauer versuchte sein Glück vom heimischen Platz aus. Gemeinsam mit Flugschüler Leander Lehnung-Klöber konnte er sich zwar trotz schwieriger Wetterbedingungen eine Stunde in der Luft halten, aber schaffte es nicht über die Mindeststrecke, sodass dieser Flug es nicht mehr in die Wertung schaffte.

 

So rettete Triebel die vorletzte Wertungsrunde für ihren Verein. Dass diesmal nur dieser eine Flug für den 20. Rundenplatz reichte, lag an der Wetterlage: Eine herannahende Front sorgte bereits frühzeitig im Westen für anhaltenden Regen, sodass nur wenige, im Süden und Osten Deutschlands gelegene, Vereine überhaupt die Chance hatten, zu Wertungsflügen zu starten. Diese Chance nutzte die Selberin gekonnt.

 

„Das ist eine tolle Leistung von Serena und gleichzeitig eine starke Mannschaftsleistung der letzten Wochen“ betont Bauer. „Darunter verstehe ich nicht nur die Piloten, die zwar den Flug absolvierten, sondern auch unser Team am Boden: von Startleitern, Windenfahrern, Schlepppiloten und Rückholern. Segelfliegen ist ein echter Teamsport und nur im Team war diese Leistung nun möglich!“

 

Mit diesem 20. Rang kamen dem Vereinskonto weitere 31 Punkte zu Gute. Insgesamt konnte das SFZ bisher also 464 Punkte sammeln, die ihm den vierten Gesamtrang zuweist. In der verbleibenden Runde werden aber nur noch maximal fünfzig Punkte vergeben. Schon der direkte Verfolger aus Weiden liegt mit 391 Punkten ausreichend weit hinter den Ottengrünern.

Bereits eine Woche vor Ende der Segelflug-Liga hat das SFZ so sein sportliches Ziel – den Aufstieg zurück in die 2. Bundesliga – erreicht. „Wir liegen im Moment in der Qualifikationsliga auf dem fünften Platz“ erklärt Bauer zufrieden „und durch unseren Punktevorsprung kann uns diesen Platz niemand mehr nehmen.“ Ganz im Gegenteil: Die Luftsportler haben sogar noch die Chance auf den dritten Gesamtrang zu fliegen. Und dazu sieht es im Moment wettertechnisch für das kommende Wochenende gar nicht so schlecht aus.

Segelflieger kämpfen um jeden Punkt & Ausbildungserfolge

 

In der jüngsten Wertungsrunde der Segelflugbundesliga konnte das Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide nur auf dem 30. Rundenplatz landen. Dieser brachte immerhin 21 weitere Punkte auf das Gesamtkonto. Dieses zählt nach 17 Runden nunmehr 433 Punkte und weist dem SFZ damit den fünften Gesamtrang zu.

Damit mussten die hochfränkischen Sportpiloten zwar einen Platz abgeben, doch konnten sie an der Spitze bleiben, „was letztlich für unser sportliches Saisonziel das wichtigste ist“ resümiert Hanns-Günther Bauer, der sportliche Leiter des Vereins.

 

Die in dieser Runde maßgeblichen drei Flüge stammten von Bauer (101,51 Speedpunkte), Serena Triebel (66,66) und Carsten Schaufuß (62,17).

Besonders beachtlich sind hierbei die Flüge von Triebel und Schaufuß, die derzeit an einem Trainingslager für Streckensegelflug in Schwandorf teilnehmen und auch von dort die Wertungsflüge melden konnten. Auf über 250 bzw. 230 Kilometer hielten sie Schnittgeschwindigkeiten von mehr als 60 bzw. 51 Stundenkilometern.

Bauer nutzte die thermischen Aufwinde im Erzgebirge. Auf seinem Flugweg, der nordöstlich über das Vogtland bis Pirna führte, hielt er eine Schnittgeschwindigkeit von über 100 Stundenkilometern.

 

Die weiteren Flüge der Vereinskameraden Klaus Gareiß, Friedemann Nagler, Franziska Riedl und Dr. Claus Triebel schafften es nicht unter die „Top-3“, bezeugen aber gleichfalls herausragende Leistungen.

 

So nutzte Dr. Triebel seinen Dienst als Fluglehrer nicht nur zur Platzrundenschulung, sondern versuchte mit dem Flugschüler Hannes Fickenscher im mehr als 60 Jahre alten Schulungsdoppelsitzer „Bergfalken“ einen Überlandflug. Diesen mussten sie nach beachtlichen 90 Kilometern mehr wegen der unbequemen Sitze, denn wegen der mäßigen Thermik beenden.

 

Wie gut die Thermik war, zeigt auch ein anderer, weiterer Ausbildungserfolg von diesem Wochenende: Die Flugschülerin Franziska Riedl konnte mit einem Überlandflug nach Auerbach im Vogtland ihren in der Ausbildung zur Segelluftfahrzeugführerin erforderlichen 50-Kilometer-Überlandflug locker meistern. Indem sie auch den Rückweg ohne Probleme schaffte, konnte sie insgesamt 124 Streckenkilometer loggen.

 

Das Sahnehäubchen des Wochenendes war aber der erste Alleinflug von Dominik Goller. Erst im Frühjahr hat der Hofer beim SFZ mit der Ausbildung begonnen und konnte nun schon seine ersten Flüge ohne Fluglehrer vollführen. „Das ist ein einmaliger Moment“ freut sich Goller. Sein Fluglehrer Triebel unterstreicht dies: „Das ist der Schritt im Pilotenleben, an den man sich immer erinnern wird. Das ist der erste große Schritt, der zugleich aber erst am Anfang einer langen Fliegerlaufbahn steht.“

 

 

 

Das Foto zeigt den stolzen Allein-Flieger Dominik Goller gemeinsam mit seinen stolzen Fluglehrern Dr. Claus Triebel und Hanns-Günther Bauer.

Rundensieg für die Segelflieger

Nachdem das Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide vorletzte Woche seine Spitzenposition in der Qualifikationsliga verbessern konnte, gelang es in der nunmehr 16. Wertungsrunde, diesen vierten Gesamtrang mit einem Rundensieg zu verteidigen.

 

Schon am Samstag deutete sich eine gute Wetterlage an, außer ein paar längerer Thermikflüge konnte allerdings kein wertbarer Flug gemeldet werden.

Erst am Sonntag konnten die Piloten vom Helmbrechtser Flugplatz so richtig durchstarten.

 

Die in der 16. Runde maßgeblichen drei Flüge stammten von Dr. Claus Triebel (115,43 Speedpunkte), Christian Riedl (107,23) und Peter Schertenleib (101,31).

 

Alle drei Piloten nutzten die gute Thermik unter den Wolkenstraßen entlang des Thüringer Waldes. Die individuellen Flugstrecken waren zwar sehr unterschiedlich, doch die Ergebnisse sprechen für sich. Triebel konnte auf einer Wertungsdistanz von über 334 Kilometern eine durchschnittliche Geschwindigkeit von mehr als 130 Stundenkilometern halten.

Nicht viel weniger zeigte die Logger-Datei von Riedl, der auf über 270 Wertungskilometern einen 110er Schnitt halten konnte. „Das ist schon beeindruckend, wenn man bedenkt, dass man eine Kurbelrate von gerade einmal 15 % hatte; das heißt man war die meiste Zeit auch im Geradeausflug am Steigen“ berichtet Riedl glücklich nach der Landung.

Schertenleib konnte auf über 250 Wertungskilometern noch immer einen Schnitt von über 100 Stundenkilometern halten.

 

Die weiteren Flüge der jungen Nachwuchspiloten Stephanie Gareiß und Carsten Schaufuß weisen mit 70 und 95 Stundenkilometern Schnittgeschwindigkeit ebenfalls beeindruckende Schnittgeschwindigkeiten auf. Gleichzeitig zeugen diese beeindruckenden Leistungen vom hohen Ausbildungsniveau beim SFZ. So leicht, wie es diese Ergebnisse vermuten lassen wollen ist es dabei gar nicht, sich nur mit thermischer Luftbewegung über eine so lange Strecke in der Luft zu halten.

 

Schließlich hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang der 108 Kilometer weite Flug von Nils Hofmann, der mit damit seinen in der Ausbildung geforderten Überlandflug erfolgreich absolvierte. Zwingend sind in der Vorbereitung auf die Scheinprüfung mindestens 50 Kilometer zu fliegen. Hofmann hingegen nutzte die gute Thermik und flog einfach weiter und konnte so sogar zum Startplatz zurückkehren. Zur Überraschung erhielt er von seinen Kameraden feierlich eine kleine Dusche als Abkühlung nach diesem aufregenden Flug.

 

Dieser starke Einsatz in der 16. von insgesamt 19 Runden wurde also angemessen mit dem Rundensieg belohnt. Dieser brachte diesmal weitere 50 Punkte auf das Vereinskonto. Somit stehen die Ottengrüner Flieger mit insgesamt 412 Punkten auf dem vierten Gesamtrang. Der Aufstieg ist damit schon fast in der Tasche und auch der Vorsprung des derzeit drittplatzierten Luftsportvereins Bückeburg-Weinberg aus Niedersachsen ist auf magere 437 Punkte zurückgeschmolzen.

In den verbleibenden drei Runden wird es also nicht nur spannend, ob das SFZ den Aufstieg zurück in die 2. Segelflugbundesliga schafft, sondern auch, ob sie es noch aufs Podium der Quali-Liga schaffen.

 

 

Das Foto zeigt die erfolgreichen Streckenpiloten des Wochenendes:

(v.l.n.r.) Carsten Schaufuß, Christian Riedl, Nils Hofmann, Dr. Claus Triebel, Stephanie Gareiß und Peter Schertenleib

Ottengrüner stürmen weiter nach vorne

 

Am vergangenen Wochenende hatten die Piloten vom Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide es mit einer außergewöhnlichen Wetterlage zu tun, konnten diese aber gut nutzen.

 

Der bessere Tag war am Samstag. Wider Erwarten bot er beste Streckensegelflugbedingungen. „Das Wetter war einfach der Hammer“ resümiert Peter Schertenleib aus Selb, der am Samstag gemeinsam mit Christian Riedl aus Selbitz die schnellsten Flüge in ganz Oberfranken ablieferte. Dabei konnten sie sogar die Erstligisten der Luftsportgruppe Bayreuth in ihre Schranken verweisen.

 

„Schon am Morgen deutete sich an, dass der Thüringer Wald zur Konvergenzlinie wird“ erklärt der erfahrene Streckenflieger Schertenleib. Entsprechend wurde die Taktik ausgetüftelt und die Piloten auf Strecke in den Thüringer Wald geschickt. Mit bis zu 200 Stundenkilometern konnten die Segelflieger unter den Wolkenstraßen bei konstantem Steigen entlang fliegen und so diese höchst außergewöhnlichen Schnitte erzielen.

 

Der ambitionierte Nachwuchspilot Christian Riedl lieferte mit 110,68 Punkten den besten Flug des Vereins ab. Auf über 285 Wertungskilometern hielt er eine Schnittgeschwindigkeit von beachtlichen 114 Stundenkilometern. Schertenleib zeigte auf über 240 Wertungskilometern eine Schnittgeschwindigkeit von annähernd 100 Stundenkilometern und konnte so 96,58 Punkte zur Wertung bringen.

 

Die Selber Carsten Schaufuß und Serena Triebel versuchten ebenfalls das Wetter zu nutzen, wagten aber etwas zu viel und mussten vorzeitig ihre Flüge beenden, sodass diese knapp nicht mehr zur Wertung eingebracht werden konnten.

 

Der für diese Runde maßgebliche dritte Wertungsflug kam vom Münchberger Kevin Fritsch, der am Sonntag startete. Da nur zwei Fluge für die Rundenplatzierung zu schwach gewesen wären und so das SFZ im Gesamtranking deutlich ins Hintertreffen geraten wäre, musste am Sonntag trotz des durchwachsenen Wetters noch ein Flug eingebracht werden.

 

Trotz tiefer Wolkenuntergrenze und der späten Startzeit gelang es Fritsch die Thermik zu nutzen. Obwohl am Nachmittag die starke Bewölkung kaum noch für die Thermik wichtige Sonneneinstrahlung zuließ und immer wieder Schauer auftraten, konnte der Münchberger einen Flug abliefern, der knapp über der Wertungsmindestgrenze lag und so den für seinen Verein dringend benötigten dritten Wertungsflug einbringen.

 

Zusammen brachten diese drei Flüge 244 Punkte. Dies verhalf den Segelfliegern in der 15. Runde auf den 20. Tabellenrang. Dieser bescherte 31 Punkte für die Gesamtwertung.

 

Mit dieser beachtlichen Rundenleistung konnten die Ottengrüner Segelflieger gegenüber der Vorrunde einen weiteren Platz in der Gesamttabelle gut machen und belegen nun mit 362 Punkten den vierten Gesamtrang. Die unmittelbare Konkurrenz aus Niedersachsen hat nur 41 Punkte Vorsprung. Damit wäre für die Piloten von der Ottengrüner Heide nicht nur der Aufstieg, sondern auch noch ein Treppchen-Platz unter den konkurrierenden 452 wetteifernden Vereinen möglich.

 

Ottengrüner Segelflieger auf Platz 2

Das Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide hält sich weiter im Soll und steht auch nach der 14. Runde in der Qualifikation zur Segelflugbundesliga auf einem Aufstiegsplatz.

 

In der nunmehr 14. Runde der Segelflugbundesliga konnten die Luftsportler aus Helmbrechts wieder eine Spitzenplatzierung holen. Mit dem zweiten Rundenrang sicherten die Segelflieger sich weitere 49 Punkte für das Gesamtkonto. „Ein enorm wichtiges Ergebnis“ resümiert Hanns-Günther Bauer, der sportliche Leiter des Vereins. „Nicht nur, dass wir über die vergangenen Runden konstante Leistung zeigen konnten, auch das Ergebnis passt. Es zählt jetzt jeder Punkt, um unseren Aufstiegsplatz zu sichern!“

 

Die für diese Runde maßgeblichen Flüge stammten von Bauer, Andreas Görmer und Dr. Claus Triebel. Insgesamt holten sie 316 Speedpunkte. Der Rundensieger, die hessischen Segelflieger aus Bensheim lagen mit 340 Speedpunkten nur knapp vorne.

 

Bauer meldete seinen Flug von den Deutschen Segelflugmeisterschaften in Marpingen, an welcher er mit Erfolg teilnimmt. Der Wettbewerb dauert noch bis zum 2. August fort. Beachtlich auf dem 312 Wertungskilometer langen Flug ist die Schnittgeschwindigkeit von über 125 Stundenkilometern.

 

Auch Görmer und Triebel lieferten beachtlich hohe Schnittgeschwindigkeiten von 111,84 und 109,66 Stundenkilometern. Schon dies zeugt von den herausragenden Wetterbedingungen, die am vergangenen Wochenende herrschten. Eine anfangs noch tiefe Wolkenbasis mit zahlreichen Schauern erschwerte den Start. Doch im weiteren tagesverlauf nahmen die Schauer ab und die Steigwerte nahmen zu. So konnten entlang so genannter Wolkenstraßen die beachtlich hohen Schnittgeschwindigkeiten erzielt werden. „Denn entgegen der üblichen Thermik ist unter Wolkenstraßen kein zeitaufwändiges Kreisen erforderlich. Das Steigen wird sprichwörtlich im Fluge – im Geradeausflug – mitgenommen“ erklärt Görmer begeistert.

 

Die weiteren Streckenflüge vom Wochenende, namentlich von den Jungpiloten Christian Riedl und Carsten Schaufuß schafften es nur nicht in die Leistung, weil die Mannschaftskameraden schlichtweg wenige Stundenkilometer schneller waren.

 

„Kurzum,“ freut sich Bauer, „wir sind sportlich super aufgestellt. Unser Nachwuchs hält spitzenmäßig mit und wir liegen im bundesweiten Vergleich wirklich weit vorne.“

 

Insgesamt belegt das SFZ nun mit 331 Punkten den vorläufigen fünften Tabellenrang. Die ersten sieben Vereine steigen in die 2. Segelflugbundesliga auf – dies ist das sportliche Ziel des Vereins, das derzeit so greifbar wie nie scheint. Die Saison geht noch über fünf weitere Runden.

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