Segelflieger halten Jahreshauptversammlung ab

 

 

 

Helmbrechts, 7.3.2015

 

Am vergangenen Samstag fand auf dem Flugplatz des Segelflugzentrums (SFZ) Ottengrüner Heide die Jahreshauptversammlung des Vereins statt. Vorsitzender Reinhard Kreil freute sich über dreißig anwesende Mitglieder, ehe er eine kurze Rückschau über das vergangene Jahr hielt.

Kassier Lothar Kestel konnte eine positive Bilanz ziehen, sodass es „grünes Licht für die Neuanschaffung eines Segelflugzeuges“ gab. Vereinspräsident und Ausbildungsleiter Claus Triebel freute sich diesbezüglich besonders. Das neue einsitzige Segelflugzeug vom Typ „ LS 4“ soll dabei vor allem „Anreiz für die Flugschüler sein, zeitig die Ausbildung abzuschließen“.

 

Zentraler Tagesordnungspunkt waren die turnusmäßigen Neuwahlen der Vorstandschaft. Bereits im ersten Wahldurchgang konnte dies entschieden werden. Bisheriger zweiter Vorstand Ralf Kaußler wurde zum neuen Vorsitzenden des Vereins gewählt. Kreil gab seinen Vorsitz „gerne an die junge Generation“ ab. Der 25-jährige Helmbrechtser möchte den vom Verein angestrebten Generationenwechsel weiter vorantreiben und freut sich deswegen sehr über die Unterstützung durch den 26-jährigen Florian Götz aus Hof als 2. Vorsitzenden. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Seitens der Jugend wurde Serena Triebel aus Selb als neue Jugendleiterin gewählt. Ihr assistieren wird Alexander Kriz als Stellvertreter.

 

Sportleiter Hanns-Günther Bauer konnte mithilfe ausgewählter Statistiken einen kompakten Überblick über das vergangene und sportlich erfolgreiche Jahr geben. Im Hinblick auf die bevorstehende Saison, in welcher der Verein sich unter den dreißig besten Vereinen Deutschlands in der ersten Segelflugbundesliga messen wird, betonte er das dort deutlich höhere Niveau der Konkurrenz. „Das sportliche Ziel für diese Saison ist jedenfalls der Klassenerhalt – wir sind schließlich in der höchsten Liga!“ scherzte Bauer.

 

 

Schließlich wurden die bevorstehenden Termine bekanntgegeben. Ausbildungsleiter Triebel freut sich besonders auf die zwei geplanten Schnupperkurse – in der zweiten Woche der Pfingstferien und zu Beginn der Sommerferien -, bei denen Segelfluginteressierten die Möglichkeit gegeben wird, erste Einblicke zu erhalten und auch selbst ein Segelflugzeug zu steuern. Außerdem erwartet das SFZ in diesem Sommer wieder Gastgruppen aus ganz Deutschland, die auch unter der Woche für Flugbetrieb sorgen werden. Die Fortbildung von Segelflugpiloten auf dem vereinseigenen Motorsegler soll zudem auch weiter vorangehen und erfreut sich bereits großer Beliebtheit.

 

Der Flugbetrieb auf dem Flugplatz Ottengrüner Heide bei Helmbrechts beginnt „sobald das Wetter mitspielt“. So konnten noch am Samstag erste Check-Flüge mit dem Motorsegler absolviert werden. Regelmäßiger Flug- und Schulungsbetrieb ist dann – gutes Wetter vorausgesetzt - ab Mitte April geplant. Interessierte sind herzlich zu einem Besuch eingeladen!

 

 

 

 

Informationen zum Verein, Flugbetrieb & den Schnupperkursen finden Sie unter

www.edqo.de

www.facebook.com/SFZOttengruenerHeide

via E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

via Tel.: 09252 – 92620

 

 

Die Vorstandschaft des SFZ Ottengrüner Heide: (v.l.n.r.)

Präsident Claus Triebel, Sportleiter Hanns-Günther Bauer, Schriftführer Klaus Gareiß, Jugendleiterin Serena Triebel, 2. Vorsitzender Florian Götz, Vorsitzender Ralf Kaußler, 2. Jugendleiter Alexander Kriz

 

 

 

Segelflugmeisterschaft in Südafrika

 

 

 

12.01.2015, Worcester/South Africa

Während der Flugplatz der oberfränkischen Segelflieger vom Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide noch unter einer dünnen Schneedecke liegt, findet in Südafrika die erste Meisterschaft des neuen Jahres statt.

 

Die neue Segelflugsaison ist eigentlich noch weit entfernt und doch nimmt Claus Triebel aus Selb schon an der Segelflugmeisterschaft im südafrikanischen Worcester teil.

Vom dritten bis elften Januar versuchten zehn Segelflugpiloten aus Südafrika, Neuseeland und Deutschland beim „FAI African Sailplane Grand Prix 2015“ zu punkten. Darunter der 58-jährige leidenschaftliche Segelflieger, der beim SFZ die Ausbildung leitet. Triebel konnte schließlich den 4. Platz belegen. Besonders hervorzuheben sind der Tagessieg den Triebel mit einer Minute Vorsprung vor dem deutschen Uli Schwenk schon am zweiten Wettbewerbstag einfliegen konnte. Einen zweiten Rang konnte er nochmals am vierten und sechsten Wettbewerbstag erreichen. Wider Erwarten waren die Wetterverhältnisse nicht durchgehend perfekt. So konnte zwar an 7 von 8 geplanten Tagen geflogen werden, die Witterung ließ dabei aber oft nur kurze Aufgaben von lediglich drei- bis vierhundert Kilometer zu.

 

Mannschaftsfoto SGP 2015 in Worcester/South AfricaMannschaftsfoto SGP 2015 in Worcester/South Africa

 

Mit der Teilnahme an dieser Meisterschaft hat Triebel seinen Vereinskameraden nun schon einige Flugstunden voraus. Doch auch in Helmbrechts sollen bald wieder die Hallentore geöffnet werden. „Sobald die Witterungsverhältnisse es zulassen“ erklärt zweiter Vorstand Ralf Kaußler, „wollen auch wir in die Saison starten! Sicherlich nicht gleich mit Winden- & Schulungsbetrieb, aber über die lange Winterpause vermisst man die Fliegerei schon, sodass wir dann wenigstens ein paar Starts versuchen wollen.“

Schon sehr früh, nämlich am Wochenende des 18. Und 19. April startet auch die Segelflugbundesliga wieder. Das SFZ partizipiert nach dem gelungenen Aufstieg in der vergangenen Saison nun unter den dreißig besten Segelflugvereinen Deutschlands in der 1. Liga. „Da wären im Vorfeld natürlich ein paar Übungsflüge zum warm werden nicht schlecht“ schmunzelt Sportleiter Hanns-Günther Bauer, der sich schon auf die bevorstehende Saison freut.

 

Wann auf der Ottengrüner Heide bei Helmbrechts tatsächlich wieder geflogen wird und weitere Informationen zu diesem Sport sowie der Ausbildung kann man im Internet unter www.edqo.de und seit Kurzem auch auf www.facebook.com/SFZOttengruenerHeide erhalten.

 

 

Alle Tages- & Zwischenwertungen sind auf der Veranstalterwebsite unter www.sgp.aero/southafrica2015

Quellennachweis Fotos: oben: FAI Sailplane Grand Prix - YouTube-Kanal; unten: Veranstalterwebsite

 

 

 

Segelflieger feiern den Saisonabschluss im festlichen Rahmen beim Abfliegen

 

 

 

 

8.11.2014 - Gasthaus & Hotel "Deutsches Haus" in Helmbrechts

 

 

 

Auch dieses Jahr feierten die Segelfliegerinnen, Segelflieger, deren Familien und Freunde des Vereins Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide den Saisonabschluss im feierlichen Rahmen im Gasthaus Deutsches Haus in Helmbrechts.

 

 

 

Nach einem Sektempfang begrüßte Vorsitzender Reinhard Kreil die Gäste. Besonders freute er sich über die Ehrengäste Werner Huttinger mit Frau und Familie, sowie die Familie Junge und den 2. Bürgermeister der Stadt Helmbrechts Robert Geigenmüller. Dieser richtete herzliche Grußworte, auch von erstem Bürgermeister Stefan Pöhlmann, an die knapp 50 Gäste.

 

 

 

Nach einer Vorspeise folgte zunächst der Saisonrückblick durch Vorsitzenden Reinhard Kreil und zweiten Vorsitzenden Ralf Kaußler, der sich zunächst bei allen Mitgliedern ausdrücklich für eine unfallfreie Saison bedankte.

 

„Der erste Flug in diesem Jahr“ freute sich Kaußler „war schon am 6. Januar mit unserem Motorsegler.“ Und schon am 9. März wurde mit den ersten kurzen Segelflügen über Helmbrechts die Saison offiziell eröffnet. Dank galt schon zu Saisonbeginn Carolin Fischer, die für stets einsatzbereite Fallschirme sorgte.

 

Mitte April erfolgte eine außerordentliche Mitgliederversammlung anlässlich luftrechtlicher Vorgaben und damit verbundener Bauplanungen anlässlich einer Engstelle auf dem Flugplatzgelände. Kaußler bedankte sich ausdrücklich bei Werner Wolfrum für die Unterstützung bei dieser Angelegenheit.

 

Bereits am 19. April startete die Wertung für die Segelflugbundesliga. Es folgten Vereinspräsentationen, unter anderem in der Hofer Altstadt. Die Fluglager, sowohl bei den Freunden vom Luftsportverein Schneverdingen, als auch auf dem heimischen Flugplatz wurden ebenso abgehalten wie Schnupperkurse für Segelfluginteressierte. Bei letzterem strahlten die Vorstände und Ausbildungsleiter Claus Triebel, der sich freute Guntram Kusch, Nils Hofmann und Alexander Ehrhardt als neue Flugschüler im Verein willkommen zu heißen.

 

„Weitere Highlights der Saison“ so berichtet Kreil stolz, „waren der Besuch des Hofer Vereins ProHof zum Thementag 'Faszination Segelfliegen', wie auch der Besuch des Landrats Dr. Bär anlässlich des Tags der offenen Tür.“

 

Mitte Juli räumten die Segelflieger das Fluggelände für DJ Timmy D. und sein Airportclubbing, welches dieses Jahr in der zweiten Auflage erneut Erfolge feierte.

 

Anfang Oktober reisten die Piloten dann zu den Kameraden nach Bayreuth um sich dort mit den Tröstauer Segelfliegern im Ziellanden zu messen. In der Einzelwertung konnte Fluglehrer Reinhard Kreil den Sieg einfahren. Aufgrund des Sieges in der Mannschaftswertung holten die Tröstauer das Ziellanden 2015 zu sich auf den Platz.

 

Schließlich stand Ende Oktober noch die Jahresnachprüfung – eine Art TÜV - der Segelflugzeuge an, bei der lediglich kleine Mängel festgestellt wurden, die über den Winter beseitigt werden. „Alle Vereinsflugzeuge sind also lufttüchtig!“ freute sich Kreil im Blick auf einen kurzen Winter. „Denn,“ schloss er seinen Vortrag, „je nach Witterung wollen wir weiterfliegen bis es schneit und sobald der Schnee wieder weg ist, die Hallentore wieder öffnen!“

 

Der Verein dankte Patrick Blüchel für die Überholung der Schleppwinde, Kevin Fritsch für die Öffentlichkeitsarbeit, Peter Blüchel für seinen stets unermüdlichen Einsatz auf allen Gebieten, Christian Schramm für die Wartung der Heizungsanlage und allen Fluglehrern, Flugleitern, Winden- und Lepofahrern, denn „Segelfliegen ist ein Gemeinschaftssport, den wir nur zusammen betreiben können!“

 

 

 

Nach einem köstlichen Hauptgang folgten die weiteren Berichte der Vorstandsmitglieder. So freute sich Ausbildungsleiter Claus Triebel besonders über zwei Alleinflüge von den Flugschülern Stephanie Gareiß und Christian Riedl. „Mit dem ersten Alleinflug geht alles los“ erzählt Triebel und freut sich, dass „diese Saison ein Flugschüler seine mehrjährige Ausbildung erfolgreich abschließen konnte.“ Er gratulierte Friedemann Nagler aus Töpen zur bestandenen Scheinprüfung und dem damit verbundenen Erwerb der Privatpilotenlizenz für Segelluftfahrzeuge.

 

 

 

Auch Sportleiter Hanns-Günther Bauer freute sich, Ehrungen aussprechen zu können. Zunächst übergab er dem Verein die Urkunde zum Aufstieg in die 1. Segelflugbundesliga. „Es war wohl das sportliche Highlight des Saison“, ohne die individuellen Ergebnisse der Segelflieger entwerten zu wollen. Es wird sicherlich eine spannende Saison nächstes Jahr, in welcher wir uns dann unter den besten 30 Segelflugvereinen Deutschlands behaupten wollen.

 

Schließlich übergab Bauer die Vereinspreise. In der Einzelwertung belegten Andreas Görmer den ersten, Peter Schertenleib den zweiten und Hanns-Günther Bauer den dritten Platz. In der Doppelsitzer-Wertung gelang es Claus Triebel und Klaus Gareiß den ersten Platz vor Stephen Bailey mit Alexander Kriz und Stephanie Gareiß mit Claus Triebel zu belegen. Bei den Junioren gewann Ralf Kaußler, während der „mit einem Zwinkern zu verstehende Holzpreis“ in diesem Jahr gleichfalls an Stephanie Gareiß und Claus Triebel ging.

 

 

 

Es folgte die den Abend abrundende Nachspeise, in deren Anschluss langjährige Mitglieder durch die Vorstandschaft geehrt wurden. So dankte das SFZ Klaus Gareiß für 25 Jahre und Claus Triebel für 40 Jahre Mitgliedschaft. Besonderer Dank ging nach 50 jähriger Mitgliedschaft an Walter Krippner und Altvorstand Werner Huttinger.

 

 

 

Der Abend dauerte noch bis in die frühen Sonntagmorgenstunden an und war geprägt von vielen lustigen Geschichten der Piloten über vergangene Flüge sowie einem heiteren Austausch des generationenstarken Mitgliederensembles.

 

„Damit man sich über die Wintermonate nicht aus den Augen verliert“ kündigte Kreil an, „werde zweimal im Monat ein Stammtisch am Flugplatz abgehalten. Besonders für Flugschüler werde auch wieder ein Theorieunterricht angeboten, zu welchem auch Interessierte stets willkommen sind.“

 

 

 

 

Hochfränkisches Ziellanden bei bestem Wetter in Bayreuth

Flugplatz Bayreuth am Bindlacher Berg, 4. Oktober 2014

 

 

Traditionell im Herbst treffen sich die oberfränkischen Luftsportvereine zum Hochfränkischen Ziellanden – einem Vergleichsfliegen der Segelflieger.

Im vergangenen Jahr richtete das Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide dieses Event auf dem Flugplatz bei Helmbrechts aus. Am Abend wurden Piloten der Luftsportgruppe (LSG) Bayreuth als Sieger auserkoren und so durften die Bayreuther Luftsportler am vergangenen Samstag, dem 4. Oktober das Ziellanden auf dem Flugplatz Bayreuth auf dem Bindlacher Berg ausrichten.

 

Der Einladung des Bayreuther Orga-Teams folgten die Nachbarvereine aus Tröstau und von der Ottengrüner Heide.

Beim Briefing um 9.30 Uhr begrüßte Hauptorganisator Thomas Bauske die angereisten Piloten und Flugschüler. Sogleich ging es über den Flugplatz zum Ziellandefeld. „Die Regeln sind ganz einfach“ leitete Bauske seine Ausführungen zum Ablauf ein. „Wir haben diesmal ein Hauptfeld von 5 Metern Länge, das 30 Punkte gibt. Setzt man in den 10 Meter langen Feldern davor oder danach auf, bekommt man noch 15 Punkte. Außerhalb gibt es null. Setzt man vor der Feldmarkierung auf, so gibt es 35 Punkte minus.“ Dies klingt wie eine harte Regel, doch stellt das Ziellanden neben dem Vergleich der fliegerischen Fähigkeiten vor allem auch eine sicherheitsrelevante Übung dar. So kommt es über die Segelflugsaison hinweg bei Überlandflügen immer wieder zu Außenlandungen – also zu Landungen auf einem Acker oder Feld. Dabei ist es wichtig möglichst genau auf dem Feld zu landen. Deswegen das harte Reglement.

 

Umgehend teilten die Vereine Teams à drei Mann ein. Dabei durften auch Flugschüler teilnehmen, die zwar von einem erfahrenen Fluglehrer bei ihrem meist ersten Start auf einem fremden Flugplatz unterstützt wurden. Nach der Einteilung ging es schon los.

„Fertig – Aus – Ein – Startklar!“ lauten die Kommandos, die aus dem Segelflieger zu hören sind. „Bayreuth Info – Windenstart“ funkt der Startleiter an den Bayreuther Towerlotsen um eine Startfreigabe zu erhalten. Kurz darauf startet das Segelflugzeug mit Hilfe einer Seilwinde und klinkt in etwa 300 Metern aus.

Viel Zeit die wunderschöne Aussicht nach Norden auf den Ochsenkopf oder in den Süden über Bayreuth zu genießen war aber nicht. Es galt eine saubere Platzrunde, die aus Querabflug, Gegenanflug, Quer- und Endanflug besteht zu fliegen. Im Endanflug zeigten beinahe alle Piloten einen Seitengleitflug – in der Fliegersprache „Slip“ genannt. Dabei wird das Segelflugzeug kontrolliert quer zur Flugrichtung gesteuert um durch den großen Luftwiderstand schnell viel Höhe abzubauen. Zudem bringt ein solcher Slip weitere 15 Extrapunkte. Danach galt es durch gekonntes Bedienen der Bremsklappen möglichst genau im Zielfeld aufzusetzen. „Eine besonders schöne Landung, die sauber mit Abfangbogen geflogen wird gibt nochmals 10 Extrapunkte“ erklärte die Jury. Die Jury, die in wechselnder Besetzung aus einem Vertreter jeden Vereins besteht, bewertete jeden Flug und jede Landung akribisch.

 

Am Nachmittag stand dann nach 52 Starts und Ziellandungen der Sieger der Vereinswertung fest: Der erste Platz ging an das Team aus Tröstau. Gefolgt von den Gastgebern aus Bayreuth und den Kameraden des SFZ.

Auch in der Einzelwertung konnten die Tröstauer Segelflieger überzeugen. Doch bedurfte es hier noch eines Stechens. Denn mit zweimal voller Punktzahl war Jan Schultes aus Tröstau gleich auf mit dem Hofer Reinhard Kreil vom SFZ. Doch letztlich konnte sich hier der Fluglehrer vom SFZ mit knapper Führung gegen seinen Fliegerkameraden aus Tröstau durchsetzen. So ging die Einzelwertung mit knapper Führung an den Vorsitzenden des SFZ.

 

Thomas Bauske von der LSG Bayreuth bedankte sich beim gemeinsamen Abendessen für den tollen und vor allem unfallfreien und im Ganzen reibungslosen Ablauf. Die Gäste freuten sich gleichfalls über das spätsommerliche Wetter und die einwandfreie Organisation sowie reibungslose Durchführung. Die nächstjährigen Gastgeber aus Tröstau freuen sich 2015 auf ihren Flugplatz am Fuße des Schneebergs einladen zu dürfen. Bernd Hilpert, Vorsitzender der Tröstauer Luftsport-Vereinigung freute sich stellvertretend und betonte abschließend: „Das Ziellanden ist eine tolle Tradition, die wir gerne im nächsten Jahr weiterführen – bei hoffentlich ebenso gutem Wetter!“

 

 

Abschlussgruppenfoto  Ziellanden  2014  in Bayreuth

 


Weitere Fotos vom Ziellanden findet Ihr auf unserer facebook-Fanseite unter www.facebook.com/SFZOttengruenerHeide!

 

SFZ feiert Aufstieg in 1. Segelflugbundesliga mit Tag der offenen Tür

Flugplatz Ottengrüner Heide / Helmbrechts

 

 

Das Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide feierte seinen Aufstieg in die 1. Segelflugbundesliga am vergangenen Samstag auf dem Heimatflugplatz bei Helmbrechts. Und hunderte feierten mit.

Bevor am Abend DJ Django den feierlustigen Piloten und weiteren Gästen mit einem bunten Musikmix einheizte, nutzte auch er die Möglichkeit eines Rundfluges am Nachmittag. Anfangs noch zögerlich, war er nach der Landung begeistert. Nicht nur er. Viele Besucher genossen Bratwürste und Steaks sowie Kaffee und Kuchen auf der Terrasse, ließen sich die ausgestellten Segelflugzeuge aus der Nähe erklären oder nahmen selbst im Segelflugzeug als Passagier Platz. Den gesamten Nachmittag war es möglich mit den Bundesligapiloten einen Rundflug über Helmbrechts zu unternehmen.

Diese Möglichkeit nutzten auch die Vertreter der Kommunalpolitik.

 

Der zweite Bürgermeister der Stadt Helmbrechts Robert Geigenmüller kam mit Jugendstadtrat Hans-Christian Hölzel. Die Stadt Selb schickte ihren dritten Oberbürgermeister Dr. Klaus von Stetten. Und selbst Landrat Dr. Oliver Bär wollte sich diesen besonderen Tag nicht entgehen lassen. Sehr interessiert ließen sie sich Segelflugzeuge und den Ausbildungsverlauf erklären. Interessiert zeigten sich die Vertreter auch am Segelfliegen als Sport. So galt es immerhin den Aufstieg aus der zweiten in die erste Segelflugbundesliga zu zelebrieren.

Sportleiter Hanns-Günther Bauer zeigte sich erfreut über das Interesse und erörterte ausführlich:

 

„Ziel war zu Saisonbeginn ja nur der Klassenerhalt. Entsprechend zögerlich starteten wir in die Saison und wollten nur sichere Punkte holen.“ Auf Nachfrage, wie man es bei diesem kleinen Verein überhaupt so koordiniere, wie die letzten beiden Runden durch halb Deutschland zu fahren, antwortet Bauer, dass man „schon aus den Erfahrungen der letzten Jahre gelernt“ habe. „Wir wollen keine Kräfte verschwenden, wenn keine Aussicht auf Erfolg bestand. So schonten wir die Ressourcen und nutzten Chancen, wie in den letzten beiden Runden dann konsequent aus. Das heißt am besten mit vier Piloten an den Start gehen, auch wenn nur die besten drei Flüge zählen, hat man so einen Joker falls einer ausfällt.“

 

„Über 19 Runden hinweg jedes Wochenende solche Anstrengungen zu unternehmen fällt doch sicher nicht leicht?“ wollte Dr. Bär wissen, der vom sportlichen Engagement sichtlich begeistert ist.

„Wir waren immer auf gute Motivation bedacht, vor allem am Schluss war es ganz wichtig um nochmals alle Kräfte zu mobilisieren. Und die beste Motivation war die letzten vier Runden mit Aussicht auf den Aufstieg!“ sagt Bauer lächelnd. „Da haben wir die Taktik umgestellt, denn den Klassenerhalt hatten wir prinzipiell sicher.“

 

„Ich habe Ihren Aushang gesehen, ‚Segelfliegen ist Teamsport’, jetzt fliegen Sie aber meistens alleine….“ fragt Dr. von Stetten.

„Sicherlich ist man in der Luft alleine im Cockpit, hat aber dennoch Kontakt zu seinen Kameraden in der Luft und am Boden. Vorab hat man viel Kontakt mit Vereinskameraden und anderen Vereinen, wie dem Nachbarverein LSG Bayreuth, gegen den wir in der nächsten Saison luftige ‚Derbys’ fliegen werden. Vor allem hinsichtlich Wetter und Taktik wurden Absprachen getroffen. Inwieweit dies nächste Saison noch möglich ist, werden wir sehen.“ Man müsse auf Teamleistung setzten, wobei nicht die Einzelleistung des Piloten im Vordergrund stand, sondern die Routiniers noch nicht so erfahrene Piloten oder Flugschüler mit auf Strecke nahmen. „Und“ betont Bauer abschließend „ohne die stets motivierten, verlässlichen Helfer und Unterstützer im Verein als Basis wäre so etwas keineswegs möglich gewesen. Insofern großen Dank an alle Dienstvertretungen, Rückholer, Schlepppiloten und und und!“

 

„Da ist Ihre Taktik ja dann richtig gut aufgegangen – Glückwunsch!“ kommentierten die Kommunalpolitiker diesen Erfolg des so unscheinbaren Vereins bei Helmbrechts.

 

 

Inspiriert von den sportlichen Ausführungen, wollten Bürgermeister und Landrat auch einmal abheben und sich selbst ein Bild von diesem einmaligen Sport machen. Nach einer Platzrunde über die Stadt Helmbrechts bei bester Aussicht landete Landrat Dr. Bär wieder und war hellauf begeistert: „Das ist ja Wahnsinn! Man kennt die Region und Helmbrechts ja vom Durchfahren, aber jetzt mal darüber zu fliegen: Einmalig!“ Besonders beeindruckt war Bär vom Segelflug selbst und schwärmt: „Es ist schon ein ganz besonderes Gefühl und etwas ganz anderes als mit Motor. Man merkt richtig, wie man Teil der Natur ist und eine ganz andere Sicht auf die Dinge am Boden erhält.“ Triebel erklärt strahlend, dass Segelfliegen die ideale Symbiose aus Natur und Technik ist, was auch in der Ausbildung im Mittelpunkt stehe.

Bär betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung des SFZ sowie des Flugplatzes in Helmbrechts als weicher Standortfaktor. Zweiter Bürgermeister Geigenmüller, dessen Sohn selbst schon beim SFZ in Ausbildung war, war gleichsam begeistert. Ebenso fasziniert war Selbs Dritter Bürgermeister von Stetten, der sich sogleich nach dem nächsten Schnupperkurs erkundigte: „Das ist wirklich einmalig. Nein, man kann es gar nicht erklären. Da muss ich nächstes Jahr auf jeden Fall einen Schnuppertag mitmachen!“

 

 

Neben den politischen Glückwünschen gratulierte auch der langjährige Sponsor VR Bank Hof den Segelfliegern. Vorstandsmitglied Norbert Schug übergab Vereinspräsident Claus Triebel und zweiten Vorsitzenden Ralf Kaußler einen Scheck. Erkenntlich zeigte sich Triebel mit einem Rundflug den Herr Schug ebenfalls gerne annahm.

 

Auch von den Nachbarvereinen kamen viele Fliegerkameraden mit dem Flugzeug um zu gratulieren. So auch der Erstligist aus Bayreuth, dem das SFZ zum 3. Platz in der 1. Liga gratulierte. Beide Vereine freuen sich, in der nächsten Saison zusammen in der ersten Liga um die Wette zu fliegen.

 

 

 

 

Die Segelflugsaison sei aber noch lang nicht vorbei. Bei entsprechendem Wetter wollen die Segelflieger bis spät in den Herbst hinein weiterfliegen. „Prinzipiell fliegen wir, bis es schneit!“ scherzt Kaußler. „Und auch danach sind noch Flüge bei entsprechender Witterung möglich!“ Dabei wird auch weiterhin die Möglichkeit bestehen mit Segelflugzeug oder Motorsegler einen Rundflug zu unternehmen. Regelmäßiger Flugbetrieb ist noch bis Ende Oktober geplant.

 

 

 

 

(v.l.n.r.: Sportleiter Hanns-Günther Bauer, 3. Bgm Robert Geigenmüller, Präsident u. Ausbildungsleiter Dr. Claus Triebel, Jugendstadtrat Hans-Christian Hölzel,

3. Bgm Dr. Klaus von Stetten, 2. Vorsitzender Ralf Kaußler, Landrat Dr. Oliver Bär, Peter Schertenleib, Klaus Gareiß, Andreas Görmer, Friedemann Nagler)

 

 

Das SFZ bedankt sich herzlich bei allen Gratulanten und freut sich auf fortwährende Unterstützung in der 1. Segelflugbundesliga!

 

Möchten auch Sie das SFZ in der 1. Segelflugbundesliga unterstützen? Zögern Sie nicht! Egal ob als Sponsor oder förderndes Mitglied - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und fragen Sie unverbindlich an!

 

 

Weitere Bilder vom Tag der offenen Tür finden sich ebenso unter www.edqo.de und www.facebook.com/SFZOttengruenerHeide, wie Informationen zum Sport und zur Ausbildung.

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