Segelflieger haben 2016 viel vor

Jahreshauptversammlung (JHV) der Segelflieger am 12. März 2016

 

 

Bei der Jahreshauptversammlung der Luftsportler vom Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide wurden anspruchsvolle Ziele gesetzt.

Nachdem Präsident Dr. Claus Triebel und Vorsitzender Ralf Kaußler sich über die zahlreich anwesenden Mitglieder freuten und einen kurzen Saisonrückblick abhielten, widmeten Sie sich den Projekten der bevorstehenden Saison. Triebel, der zugleich Ausbildungsleiter des zertifizierten Ausbildungsbetriebes ist, freute sich über drei neue Flugschülerinnen und Flugschüler, die der Verein in der vergangenen Saison durch die Schnupperkurse gewinnen konnte. Sein Ziel sei ganz klar das hohe Niveau der Ausbildung neuer Luftfahrer aufrecht zu erhalten, die neuen Flugschüler bis zum Alleinflug und langjährige Flugschüler bis zur Scheinprüfung zu begleiten.

 

Einstimmig betonten Triebel und Kaußler dabei das über allem stehende Bestreben, eine unfallfreie Saison zu bestreiten.

„Dass hierbei der Spaß nicht zu kurz kommen soll versteht sich aber von selbst“ betont Kaußler. Besonders freut der junge Vereinsvorsitzende sich über das von Sportleiter Hanns-Günther Bauer gesteckte sportliche Ziel 2016: „Der Klassenerhalt! Ganz klar!“ Nach dem spannenden Saisonverlauf im vergangenen Jahr, bei welchem die Luftsportler bis zur letzten Runde um den Klassenerhalt kämpfen mussten, „wollen wir es dieses Jahr aber nicht mehr gar so spannend machen“. So lautete jedenfalls der Konsens der anwesenden Sportpiloten.

Dies bedeutet einen nicht unerheblichen Aufwand. Ebenso, wie die weiteren geplanten Events: Neben zwei mehrwöchigen Fluglagern mit Gastgruppen, „die aus ganz Deutschland anfragen, um hier zwischen Fichtelgebirge und Frankenwald in einer der besten Thermikregionen Deutschlands abheben zu können“, soll auch um neue Mitglieder geworben werden.

Neben einem Tag des offenen Cockpits im September und Ausstellungen - wie beispielsweise am Hofer Kugelbrunnen -, sind wieder zwei Schnupperkurse geplant. Zu den Kursen vom 25. bis 29 Mai sowie vom 1. bis 5. August kann man sich schon jetzt anmelden.

 

Auch die Jugendgruppe des Vereins engagiert sich bei diesen Projekten und nimmt beispielsweise am 19. Juni am „Kids‘ Day“ in Helmbrechts teil, wie die Jugendleiter Serena Triebel und Alexander Kriz stolz bekannt gaben. Dort werde unter anderem ein Segelflugzeug ausgestellt.

 

 

„Wann wir wieder mit dem regulären Flugbetrieb beginnen können, ist wie immer vom Wetter abhängig“ sagte Kaußler. Jedenfalls ab April werde man auch Besucher, die wochenends am Flugplatz bei Helmbrechts vorbeischauen, wieder betreuen können: „Egal ob auf einen Kaffee, eine kleine Fanta oder eine kurze Platzrunde über Helmbrechts, wir freuen uns über jeden Besuch am Flugplatz!“

 

Informationen zum Verein sowie den bevorstehenden Events und Schnupperkursen finden sich auf der Vereinsseite unter www.edqo.de aber auch auf www.facebook.com/SFZOttengruenerHeide

Für Anmeldungen und Anfragen rund um den Verein und Flugbetrieb ist der Verein telefonisch unter +499252 92620 und per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar.

Segelflieger feiern Abfliegen und ehrt seine Mitglieder

Am vergangenen Samstag, dem 21.11., hielten die Luftsportler vom Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide zusammen mit ihren Familien und Freunden ihre Weihnachtsfeier – das Abfliegen – im Veranstaltungssaal des Orient Express in Helmbrechts ab. Die Vorsitzenden Ralf Kaußler und Florian Götz freuten sich über etwa fünfzig Gäste, darunter auch der Helmbrechtser Bürgermeister Stefan Pöhlmann. Dieser richtete gleich zu Beginn des Abends einige Grußworte an die Segelflieger, lobte sie vor allem für ihre herausragenden sportlichen Leistungen in der Segelflugbundesliga und stellte heraus, was dies für die Region Hochfranken, den Landkreis Hof und ganz speziell für Helmbrechts bedeutete. Vorsitzender des Vereins, Ralf Kaußler bedankte sich für die stets reibungslose Zusammenarbeit mit der Stadt und lud Pöhlmann für die nächste Saison auf den Flugplatz zu einem Rundflug über „seine“ Stadt ein.

 

Nach einem üppigen Buffet folgte ein kurzer Rückblick der Vorstände über die vergangene Saison. Das wichtigste stellten sie dabei vorne an: „Wir möchten uns für eine unfallfreie Saison unseres Vereins bei euch allen bedanken!“ Nicht vergessen sei dabei der Flugunfall einer Gastgruppe im Juni. Doch freuten sich Kaußler und Götz, die noch immer in regem Kontakt mit diesem Verein stehen, den Anwesenden herzliche Grüße des damals verunglückten Piloten mitzuteilen: „Es geht ihm wieder gut, er ist sogar schon wieder am Flugplatz aktiv und erfreut sich nach wie vor der Segelfliegerei!“

Nach dem Saisonstart am 12. April folgten Ausflüge zu Messen und Teilnahmen verschiedener Mitglieder an diversen Meisterschaften. Hervorgehoben wurde hierbei Serena Triebel die Deutsche Meisterin in der Doppelsitzer-Klasse wurde.

„Im Rahmen der abgehaltenen Schnupperkurse konnten wir auch neue Mitglieder und neue Flugschüler aquirieren“ stellte Götz zufrieden fest und hieß Anna Hartung, Lukas Becher und Raphael Seuß herzlich im Verein willkommen.

 

Es folgte der Dank an die Schlepppiloten, namentlich Markus Rudolph, Marius Bielowski, Reinhard Sommerer und Siegfried Ott, „die immer Gewehr bei Fuß bereit standen um uns – selbst unter der Woche – mit der Motormaschine in die Luft zu schleppen. Ohne Euch wäre einiges nicht möglich gewesen“ betonte Kaußler.

Auch bedankte sich der Verein bei Peter Blüchel, Carolin und Thomas Fischer sowie Christian Schramm und Kevin Fritsch für deren Arbeit und Einsatz für den Verein.

Nachdem Präsident und Ausbildungsleiter Dr. Claus Triebel sich bei der Vorstandschaft, die mit ihren 26 und 27 Jahren einen Generationenwechsel im Verein einläuteten, für deren einwandfreie Arbeit bedankte, übergab er das Wort an den stellvertretenden Jugendleiter Alexander Kriz. Er dankte im Namen der Jugend und der Flugschüler der gesamten Fluglehrerschaft für ihren engagierten Einsatz mit einem kleinen individualisierten Geschenk.

 

Nach einem Dessert folgten Ehrungen durch die Vorstandschaft und den Sportleiter. Der Verein ehrte für ihre 25-jährige Mitgliedschaft Doris Saalfrank, Irene Gottesmann, Horst Zuber und Stephen Bailey. „Stolz sind wir des Weiteren auf Gerhardt Mocker und Hanns-Günther Bauer, die unserem Verein nun seit 40 Jahren die Treue halten“ so Triebel.

Es folgte ein Saisonrückblick von Sportleiter Hanns-Günther Bauer, der dabei das erfolgreiche Saisonziel – den Klassenerhalt in der 1. Segelflugbundesliga – betonte und dem Verein stolz die Urkunde überreichte. „Das ist natürlich eine Leistung auf die wir besonders stolz sind“ freute sich Bauer. „Gleichwohl wollen wir die Leistungen unserer Mitglieder mit dem internen Vereinspreis ehren. Dieser geht an die Piloten mit den meisten Punkten für die im Laufe der Saison gemeldeten Flüge.“ Gewinner des Vereinspreises 2015 war Peter Schertenleib vor Hanns-Günther Bauer und Dr. Claus Triebel. In der Doppelsitzerklasse landeten Triebel mit Stephanie Gareiß auf dem ersten, Schertenleib und Thomas Götz auf dem zweiten sowie Florian Götz mit Klaus Gareiß auf dem dritten Platz. Der Juniorenpreis ging an den 24-jährigen Kevin Fritsch. „Ein besonderer Preis, der gerne mit Augenzwinkern zu verstehen ist, ist unser Holzpreis“ fuhr Bauer fort. „Leider hatten wir diese Saison keinen herausragenden Flug mit einem Holzflugzeug, was auch daran liegt, dass wir aufgrund der Modernisierung unseres Flugzeugparks nur noch unseren Schulungsdoppelsitzer in dieser Bauweise haben.“ So entschied sich der sportliche Leiter kurzerhand Preise für den längsten und den kürzesten Flug von der Ottengrüner Heide zu verleihen. Diese gingen an Peter Schertenleib und Friedemann Nagler.

 

Im Anschluss an diesen offiziellen Teil blieben die Luftsportler, die zu Recht für ihre Geselligkeit bekannt sind, noch lange beisammen sitzen, erzählten Anekdoten über die vergangene Saison, erfreuten sich an einer Bildershow mit Highlights des Jahres und hörte man ganz genau hin, klang durchweg schon jetzt die Vorfreude auf die nächste Flugsaison an.

Darauf müssen nicht nur die Segelflieger aber noch etwas warten. Über den Winter folgen kleinere Werkstattarbeiten sowie theoretische Ausbildung von Flugschülern. Wenn es das Wetter zulässt, wolle man auch etwas Fliegen. Was beim SFZ in den nächsten Monaten los ist, können Interessierte im Internet auf der Seite www.facebook.com/SFZOttengruenerHeide verfolgen.

 

 

 

 

Foto ((c) Manfred Lang) zeigt die Preisträger des Vereinspreises (v.l.n.r.): Kevin Fritsch, Thomas Götz, Stephanie Gareiß, Dr. Claus Triebel, Peter Schertenleib, Florian Götz, Hanns-Günther Bauer und Klaus Gareiß.

Tag der offenen Tür zur Feier des Klassenerhalts

 

 

 

Helmbrechts

 

 

Der hochfränkische Luftsportverein vom Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide konnte nach dem Aufstieg in die 1. Segelflug-Bundesliga im vergangenen Jahr, diese Saison sein Können unter Beweis stellen. Nach einigen Durchhängern mobilisierten die Segelflieger nochmals alle verfügbaren Kräfte und schafften so am letzten Wertungswochenende der Ligasaison den Klassenerhalt.

Dieses sportliche Ziel wollen sie nun zusammen mit den Fans, Gönnern und Luftsport-Interessierten in einem lockeren Rahmen feiern.

 

Aus diesem Anlass findet am Samstag, dem 12. September ab 12 Uhr ein Tag der offenen Tür auf dem Flugplatz bei Helmbrechts statt. Dabei stehen allen Besuchern die Cockpits zu den verschiedenen Flugzeugtypen offen –zum Anschauen und Probesitzen! „Es besteht den gesamten Nachmittag über nicht nur die Möglichkeit, sich mit unseren Sportpiloten über die erfolgreiche Bundesliga-Saison auszutauschen,“ erklärt Vorsitzender Ralf Kaußler, der sich schon sehr auf diesen Tag freut, „sondern auch die Option selbst einmal mit abzuheben“. Hierfür stehen Segelflugzeuge und ein Motorsegler zur Verfügung.

„Wir wollen den Lesern unser Hobby näher bringen. Jeder hat eine grobe Vorstellung vom Fliegen oder Segelfliegen, die wenigsten waren aber schon einmal am Flugplatz oder sind mitgeflogen“ sagt Kaußler. „Deswegen bieten wir hier in unverbindlichem Rahmen Einblicke und Informationen, sowohl zum Segelfliegen als Hobby im Allgemeinen und der Ausbildung zum Luftfahrzeugführer, als auch zum sportlichen Fliegen im Besonderen.“

 

Sofern das Wetter mitspielt und es nicht regnet, wird es über den gesamten Nachmittag Erfrischungsgetränk mit Grillspeisen, sowie ab nachmittags Kaffee und Kuchen geben. So kann man mit den Luftsportlern noch einmal die Saison analysieren und über die nächsten Pläne plaudern.

Das SFZ lädt alle Interessenten ganz herzlich nach Helmbrechts auf den Flugplatz ein und freut sich sehr über jeden Besucher.

 

Informationen zum Tag der offenen Tür, Mitflugmöglichkeiten, und alles weitere Wissenswerte gibt es auch im Social-Web unter www.facebook.com/SFZOttengruenerHeide

 

 

 

SFZ bleibt dank drittem Rundenplatz Bundesligist

 

 

 

 

 SBL - Runde 19 - Saisonfinale

 

 

Schon seit dem letzten Wochenende war das Team vom Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide vom Flugplatz bei Helmbrechts in regem Austausch bezüglicher des letzten Wertungswochenendes in der Segelflugbundesliga. Um den Klassenerhalt in der Spitzenliga der deutschen Segelflieger zu sichern gaben die Luftsportler am vergangenen Wochenende nochmal alles: Mit Erfolg!

 

 

Am Donnerstag wurde Samstag endgültig zum fliegerisch besseren Tag des Wochenendes erklärt: „Es wird kein super toller Spitzentag,“ erörtert Sportleiter Hanns-Günther Bauer, „aber es wird schön zu fliegen und wir haben gute Chancen!“ Und tatsächlich zeigte sich das Wetter je nach Flugrichtung sehr unterschiedlich. Insgesamt 8 Flugzeuge wurden schon am Samstag in die Luft geschleppt:

 

 

Vorneweg startete der erfahrene Fluglehrer Peter Schertenleib aus Selb zu einem letztlich über sechsstündigen Flug. Nach einem ersten Schenkel nach Nordosten bis Annaberg-Buchholz steuerte er westwärts bis Oberhof im Thüringer Wald. Von dort aus ging es entlang der Cumulusbewölkung südöstlich über Weiden bis an die oberpfälzer-tschechische Grenze. So konnte er für die Bundesliga 234 Wertungskilometer und einen Schnitt von 94 Stundenkilometern zur Wertung bringen. Leider kommt die besondere Leistung des Fluges mit seinen über 500 Streckenkilometern nicht hervor, da für die Ligawertung eine Reduzierung auf gewisse Flugschenkel der Flugdauer von zweieinhalb Stunden erfolgt.

 

Ihm folgte der Nordhalbener Christian Walle nach, der es sich nicht nehmen ließ, seine Kameraden an diesem entscheidenden Wochenende nochmals zu unterstützen. Leider konnte er mit seinem Flug von 150 Kilometern nicht mithalten.

Von der Deutschen Segelflugmeisterschaft in Stendal-Borstel meldete auch Dr. Claus Triebel aus Selb einen Flug für seinen Verein, welchen er im Rahmen des dortigen Wettbewerbs flog. In über vier Stunden flog er von Stendal bis zur Wende östlich von Leipzig, bevor es nordwestlich bis Klötze bei Wolfsburg ging. Über 294 Wertungskilometern konnte er einen Schnitt von 117 Stundenkilometern halten.

 

Von Helmbrechts aus starteten Florian Götz aus Hof und der Selber Bauer. Götz und Bauer flogen im Team zunächst in nordöstliche Richtung ab. Nach der Wende bei Oberwiesenthal ging es über Schönwald, Münchberg und Stadtsteinach in nordwestlicher Richtung bis zur Abschlusswende bei Schmalkalden. Sie holten so jeweils einen Schnitt von 123 Sachen auf eine Wertungsdistanz von 309 Kilometer.

Gleichfalls ein Team, jedoch im Doppelsitzer bildeten der Hofer Stephen Bailey mit Kevin Fritsch aus Münchberg. Sie wählten die entgegengesetzte Richtung und flogen zunächst über das Fichtelgebirge nach Süden bis Windischeschenbach. Von dort aus ging es über Bayreuth und Kulmbach bis Suhl und weiter bis Bischofsberg. Als dort die Wolken abflachten, entschieden sie sich für einen letzten Schenkel über Coburg und Kulmbach bis Bayreuth ehe auch sie mit 263 Kilometern und einem Schnitt von 105 Sachen zur Ottengrüner Heide zurückkehrten.

 

 

 

Einen vergleichbaren Flug wollte auch Andreas Görmer aus Iffeldorf abliefern. Etwas zu ehrgeizig flog er nicht bis an jede Wolkenbasis heran und lies mindestens einen Thermikbart zu viel liegen. Demzufolge musste er bei Plauen auf einem Feld außenlanden und sich von seinen Kameraden abholen lassen.

Doch schon am Sonntag – den der Verein keinesfalls ungenutzt verstreichen lassen wollte – versuchte Görmer sein Glück erneut. Diesmal deutlich erfolgreicher: Mit einem Flug über 318 Wertungskilometer und einem 127-er Schnitt legte er imposant vor. Nach einem ersten Schlenker über Wunsiedel ging es in den Thüringer Wald. Bei Philippsthal an der Werra lag der westlichste Wendepunkt. „Da der Thüringer Wald sich mal wieder als gute Rennstrecke zeigte“ berichtet Görmer, „wurde dann auf dem Rückweg bei Masserberg nochmals nach Westen gewendet.“ Zur Landung auf die Ottengrüner Heide zurück reichte nach viereinhalb Stunden die Thermik nicht mehr. So musste gegen 19 Uhr auf dem Kronacher Flugplatz gelandet werden.

 

Götz nutzte die Möglichkeit am Sonntag ebenfalls und folgte Görmer in den Thüringer Wald. Entgegen eines weiteren Schenkels, flog er zurück nach Südosten und landete schon nach 286 Kilometern samt einem Schnitt von 114 Stundenkilometern.

Ebenfalls einen zweiten Versuch, der genauso zu einer Verbesserung im Rundenranking führte, unternahm auch der Sportleiter. Bauer wählte diesmal zusammen mit Görmer nach einem Schenkel über Wunsiedel den Weg entlang dem Thüringer Wald bis in die Rhön. Wendepunkte waren Bad Salzungen im Westen und Sachsenbrunn im östlichen Thüringer Wald. Über vier Stunden brauchte er für die 358 Wertungskilometer. So ergibt sich ein Schnitt von 143 Stundenkilometern.

 

Und auch Bailey wollte es am Sonntag nochmals wissen. Im Doppelsitzer begleitete ihn diesmal der Selber Dr. Claus Triebel, der gerade von der Deutschen Segelflugmeisterschaft zurückkehrte, welche er mit dem fünften Platz unter 32 Teilnehmern beschließen konnte. Das Duo folgte im Wesentlichen Bauer und lieferte so einen Schnitt von 136 Sachen auf über 342 Wertungskilometer ab. Auch sie landeten schließlich bei den Fliegerkameraden in Kronach, denen ein ausgesprochener Dank gebührt. „Wir sind sehr dankbar, dass die Kronacher Kameraden uns auch nach deren Flugbetriebende nochmals in die Luft geschleppt haben, sodass wir gar nach Hause fliegen konnten“ betonte Bailey beim Abschlussbriefing.

 

 

 

Zusammenfassend ergab diese fulminante Leistung an den beiden letzten Wertungstagen der Segelflugbundesliga mit dem 3. Rundenrang mehr als entscheidende 18 Punkte auf das Gesamtkonto dessen Zähler nun bei 107 Punkten steht. Abschließend belegt das SFZ damit den 23. Platz in der Gesamttabelle und entging so dem Abstieg.

Glücklich, vor allem aber erleichtert blickt Sportleiter Bauer auf dieses Bundesliga-Finale zurück.

Und auch Ralf Kaußler gratulierte als Vorsitzender des Vereins seinen Kameraden zu dieser tollen Leistung. „Ein weniger spannendes Finale hätte es sicher auch getan“ scherzt Kaußler, „aber dieses Wochenende hat nochmals gezeigt, welche Teamleistung wir abrufen können und wo wir hingehören. Ich freue mich auch 2016 weiter in der Spitzenliga mitzufliegen!“

 

 

 

 

 

 

 

 

Maximaler Einsatz im Queranflug

 

 

 

SBL - Runde 18

 

In der vorletzten Wertungsrunde der Segelflugbundesliga geben die Luftsportler vom Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide alles, um sich im Rennen zu halten – mit Erfolg: 13 Punkte sichern ihnen den vorläufig 25. Tabellenplatz.

 

Gegenanflug – Queranflug – Endanflug. So sieht eine jede Landeeinteilung in der Fliegerei aus. Einmal zur Landung entschieden, werden diese drei Teile der Platzrunde strikt eingehalten. Ein Wochenende vor Saisonschluss zeigte das SFZ im sprichwörtlichen Queranflug mit dem Ziel vor Augen nochmals sein Können:

Im Laufe des Donnerstagnachmittag wurde die Planung für das 18. Wertungswochenende konkretisiert. Am Freitag stand dann der Plan: „Zuhause hätten wir wegen der Regenschauer kaum eine Chance gehabt, gegen die starke Konkurrenz, die zudem im besseren Wetter lag, zu punkten“ erklärt Sportleiter Hanns-Günther Bauer. „So haben wir uns für Klix in Ostsachsen als Startplatz entschieden.“ Am frühen Samstagmorgen setzte sich eine kleine Truppe von Helmbrechts aus in Bewegung, kam gegen Mittag an, baute seine Segelflugzeuge auf und machten sich bereit – und natürlich: sie punkteten auch.

 

Bauer ließ sich als erster in die Luft schleppen. Er wählte zunächst einen Schenkel in nordwestlicher Richtung. Vom Startplatz Klix bei Bautzen aus ging es so über Hoyerswerda bis Baruth im Spreewald. Nach Osten flog Bauer einen Schenkel bis Frankfurt an der Oder, bevor er entlang der polnischen Grenze wieder südwärts zur Landung steuerte. Über eine Wertungsdistanz von 262 Streckenkilometern konnte der Selber eine Schnittgeschwindigkeit von 105 Stundenkilometern halten.

 

Der Iffeldorfer Andreas Görmer tat sich in der Luft mit dem Nordhalbener Christian Walle zusammen, der auch diesmal wieder seine Ottengrüner Kameraden unterstützte. Zusammen flogen sie in nordöstliche Richtung ab. Quer durch die Oberlausitz ging es über Weißwasser bis zum polnischen Krosno an der Oder. Nach dieser Wende ging es über einen kleinen Schlenker nach Osten wieder nach Klix zurück, wo Stephen Bailey als Rückholer und Helfer gespannt auf seine Kameraden wartete. „Man fiebert natürlich auch am Boden die ganze Zeit mit. Als sie sich nach gut drei Stunden endlich wieder zur Landung meldeten, ist man dann auch schon etwas erleichtert. Aber dann will man natürlich sofort die Logger-Dateien auslesen, um zu wissen, ob es sich gelohnt hat“ berichtet Bailey. Görmer und Walle legten jeweils eine Flugstrecke von knapp 200 wertbaren Kilometern zurück. Walle konnte dabei eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 60 Sachen einfliegen. Görmer lieferte sogar einen Schnitt von 76,6 Stundenkilometern ab.

 

 

Am Sonntag fiel ergiebiger Regen über Oberfranken und bestätigte so die sportliche Entscheidung vom Samstag. Dennoch konnte der Selber Dr. Claus Triebel für seinen Verein einen Flug abliefern. Von Stendal bei Tangermünde an der Elbe aus flog er ein Dreieck über der Altmark. Wendepunkte waren Lüchow und Havelberg an der unteren Havel. Insgesamt ergaben sich so über 140 Streckenkilometer und ein Schnitt von 56,7 Stundenkilometern.

Die Flugstrecke war dabei von der Wettbewerbsleitung vorgegeben. Denn Triebel nimmt noch bis zum 21. August an der Deutschen Segelflugmeisterschaft in der 18-Meter-Klasse teil. Aufgrund des Wetters konnte bisher nur am Sonntag geflogen werden. Nach diesem einen Wertungstag belegt er dort unter 42 Teilnehmern den hervorragenden 2. Rang und liegt mit nur einem Punkt hinter dem Führenden Michael Streit.

 

 

Der Blick in die Rundentabelle stärkt die Entschlossenheit der Hochfranken nochmals: Mit dem achten Rundenplatz holten sie wichtige 13 Punkte. Insgesamt konnten dieses Wochenende wetterbedingt nur 18 der insgesamt 30 Vereine Flüge melden. Übertragen in das Gesamtranking bedeuten 89 Gesamtpunkte den nunmehr 25. Rang für das SFZ. „Der rettende erste Nichtabstiegsplatz ist Rang 23“ zeigt der sportliche Leiter des Vereins. „Davon trennen uns nun nur noch fünf Punkte. Das wollen wir noch holen!“ lautet die Ansage des SFZ an die Konkurrenten aus Oldenburg (24. Platz mit 93 Punkten) und Hersbruck (23. Platz, 93 Punkte). Objektiv besehen ringen vier Vereine um die Plätze 22 und 23. „Wir haben dabei sicherlich die schlechteste Ausgangsposition“ gibt Bauer bedächtig zu, weist zugleich aber darauf hin, dass „der Klassenerhalt durchaus realistisch ist, sollten wir im Stande sein, unsere volle Leistung abzurufen. Bedingung dafür ist selbstverständlich, dass wir uns maximal engagieren!“