Endspurt in der Segelflug-Landesklasse

In der 18. und damit vorletzten Wertungsrunde der Segelflug-Landesklasse konnten die Piloten vom SFZ Ottengrüner Heide bei Helmbrechts erneut beachtlich Punkten: Mit dem siebten Rundenrang holten sie nochmals 30 Punkte auf das Vereinskonto.

Insgesamt belegen sie nun mit 292 Punkten den elften Tabellenrang, kurz hinter Augsburg und Nürnberg.

 

Das vergangene Wochenende war ein wahres Phänomen. Nicht nur die Wetter- und Thermikvorhersagen waren nicht ganz eindeutig, auch das Wetter, das sich tatsächlich bot war für viele überraschend: „So ein gutes Wetter wie an diesem Sonntag hatten wir dieses Jahr noch nicht!“ schwärmt Peter Schertenleib nach der Landung euphorisch. „Das waren zum Teil bombastische Steigwerte von vier und fünf Metern pro Sekunde!“ Normalerweise freuen sich die Segelflieger schon über Tage mit zwei Metern konstantem Steigen.

So kam es auch, dass Schertenleib mit seinem Überlandflug ein sog. Dreieck von 400 Streckenkilometern erzielte. Auch die Arbeitshöhen, also die bis zur Wolkenuntergrenze fliegbare Flughöhe war mit über zweitausend Metern über Grund ungewöhnlich hoch.

Die für die Liga-Wertung optimierte Flugstrecke von 227 Kilometern Wertungsdistanz legte Schertenleib mit 90,81 Stundenkilometern zurück und erzielte so 90,81 Speedpunkte.

 

Auch der Nachwuchs-Sportpilot Christian Riedl brachte einen über 350 Streckenkilometer langen Flug mit zurück auf die Ottengrüner Heide. Auf 216 Wertungskilometern hielt er eine Schnittgeschwindigkeit von 86,49 Stundenkilometern und konnte so 83,97 Speedpunkte für seinen Verein einbringen.

 

Überboten wurde dies nur noch von Andreas Görmer, der242 Wertungskilometer mit 96,82 Stundenkilometer zurücklegte. Insgesamt betrug die Flugstrecke seines mehr als fünfstündigen Fluges knapp 460 Kilometer. 94 Speedpunkte brachte diese Leistung.

 

Insgesamt ist man beim SFZ nach diesem Wochenende sehr zufrieden. Zwar hat sich die Platzierung in der Landesklasse ebenso wenig bedeutend verbessert, wie in der für den Wiederaufstieg maßgeblichen Qualifikations-Wertung, doch stand angesichts der Wetterlage diesmal der Spaß und Genuss am Segelfliegen im Vordergrund. So unternahmen auch viele Flugschüler unter der Aufsicht ihrer Fluglehrer ihre ersten längeren Solo-Thermikflüge.

 

 

Zum Wochenende ging ebenfalls das Offene Märkische Vergleichsfliegen in Brandenburg zu Ende. Die Deutsche Meisterin im Segelflug, Serena Triebel nahm hier zusammen mit ihrem Vater Dr. Claus Triebel in der Doppelsitzer-Klasse teil und erzielte nach nur fünf Wertungstagen und einem Tagessieg den respektablen fünften Rang unter 26 Teilnehmern.

 

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