Mühsamer Kampf für’s SFZ

Obgleich das SFZ erneut eine solide Leistung zeigte und mit drei Flügen auf dem neunten Rundenplatz landete, konnte es seine Gesamtplatzierung nicht verbessern. Mit den 28 Punkten aus dieser 17. Runde belegt das SFZ derzeit mit 262 Gesamtpunkten weiterhin den 12. Rang in der Landesklasse.

 

Schon früh begannen am Samstagmorgen die Vorbereitungen, denn die in der Nacht von Freitag auf Samstag durchziehende Kaltfront sollte kühlere Luft in das Fluggebiet bringen, welche gute bis sehr gute Thermik versprach. „Zwar war die Thermik überwiegend tatsächlich gut“ berichtet Andreas Görmer, „doch hatten wir brachialen Wind und es war vor allem unten raus ziemlich schwer sich zu halten.“

Mit nicht selten mehr als dreißig Stundenkilometern Windgeschwindigkeit war es eine wahre Herausforderung „oben zu bleiben“, also möglichst nahe an der Wolkenuntergrenze, um so die Thermik zu nutzen und Strecke zu machen.

 

Görmer gelang dies ebenso wie Hanns-Günther Bauer. Beide lieferten Flüge mit weit über 100 Speedpunkten.

Während Bauer auf 294 Kilometern eine Geschwindigkeit von 117 Stundenkilometern halten konnte, schaffte es Görmer, der sich über Bamberg weiter westlich gegen den Wind vorkämpfte, auf über 300 Kilometern sogar 122 Stundenkilometer zu halten.

 

Den wichtigen dritten Flug lieferte Klaus Gareiß, der auf knapp 100 Streckenkilometern immerhin noch einen 37er Schnitt halten konnte.

Am Einsatzwillen lag es nicht und Dank gilt auch dem Schlepppiloten Markus Rudolph, der seine Kameraden selbstlos immer wieder in die Luft schleppte. Doch blieben die Versuche von Alexander Kriz, Kevin Fritsch und Friedemann Nagler leider ohne Erfolg.

Die Piloten, die zum Teil Samstag und Sonntag zu Flügen aufbrachen, scheiterten zumeist an der zeitlichen Mindestflugdauer oder sonntags am bereits wieder zu starken Warmlufteinfluss, der die Thermikgüte stark beeinträchtigte.

 

Es verbleiben für die Sportpiloten in der Landesklasse nun noch zwei Runden. „Die Platzierung dürfte sich nun jedoch nicht mehr groß ändern, wenn man sich die unmittelbaren Mitstreiter ansieht“ analysiert Bauer trocken.

Im Hinblick auf das sportliche Saisonziel, den Wiederaufstieg in die 2. Segelflugbundeliga sieht es unwesentlich besser aus. In dieser Qualifikationswertung steht der Verein auf dem 28. Rang und damit zwar weit vorne unter den 477 Vereinen, jedoch nicht unter den entscheidenden „top ten“.

 

 

Meisterschaften

Schließlich läuft seit dem 8. bis 18. August der letzte zentrale Wettbewerb mit Beteiligung von SFZ-Piloten: Die frisch gebackene Deutsche Meisterin Serena Triebel nimmt zusammen mit ihrem vater Dr. Claus Triebel in Brandenburg am Offenen Märkischen Vergleichsfliegen teil. Nach bisher vier Wertungstagen steht das Duo in der Doppelsitzerklasse auf dem siebten Rang unter 26 Teilnehmern.

 

Bauer, der bis Anfang August am Taunus Cup in der 15-Meter-Klasse antrat, landete dort auf dem elften Rang. Er zeigt sich zufrieden, da er sich für die Deutsche Meisterschaft im kommenden Jahr qualifizieren konnte.

 

 

 

Unser Foto zeigt einen Teil der Rundenmannschaft (v.l.n.r.): Alexander Kriz, Andreas Görmer, Kevin Fritsch, Markus Rudolph und Hanns-Günther Bauer. Es fehlen: Klaus Gareiß und Friedemann Nagler.

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