Von fliegenden Einhörnern & Quali-Wettbewerben

Zu Pfingsten veranstaltete das Segelflugzentrum Ottengrüner Heide ein Fluglager, bei welchem auch die Luftsportfreunde des Nachbarvereins aus Nordhalben mit unterstützten. So war – soweit es das Wetter zuließ – in der vergangenen Woche viel los auf dem Flugplatz bei Helmbrechts.

 

Es gab zu Beginn des Lagers tolles Streckenwetter, das entsprechende Überlandflüge ermöglichte. Dies nutzten nicht nur die erfahrenen Sportler. Auch die Flugschülerin Stephanie Gareiß unternahm ihren 50 km-Überland-Flug. Diesen musste sie als letzte Hürde nach der Theorie- und vor der abschließenden Praktischen Prüfung absolvieren. Kaum war ihr dies gelungen, stand eine Woche später auch schon die Scheinprüfung an. Auch diese meisterte sie problemlos und wurde von ihren Vereinskameraden beglückwünscht.

Wie locker die Stimmung während des gesamten Lagers war, zeigte dabei nicht nur das Wieder-Aufleben alter Bräuche, wie beispielweise das „Freischwimmen“ in dem das Flugplatzgelände umfließenden Eierbach nach dem Freifliegen, also dem erfolgreichen Absolvieren der sog. A-Prüfung. Diese legte die Flugschülerin Franziska Riedl mit Bravur ab: Sie flog das erste Mal ihre Platzrunden über Helmbrechts allein – ganz ohne Lehrer. „Einer der prägendsten Momente im Leben eines jeden Piloten“ wissen die Fliegerfreunde. Und auch das anschließende „Freischwimmen“ überstand sie dank sommerlicher Temperaturen einwandfrei.

Getragen wurde diese lockere Stimmung selbstverständlich von der Jugendgruppe des SFZ. Möglicherweise lag aber auch etwas „Zauberstaub“ in der Luft über Helmbrechts; wer glaubt, es gäbe keine Einhörner und diese könnten zudem auch noch nicht fliegen, wurde in der vergangenen Woche vom Gegenteil überzeugt. Der Schulungsdoppelsitzer „Bergfalke III“ wurde kurzerhand um eine Einhorn-Figur erweitert und von den Flugschülern fortan liebevoll als „UNICORN III“ geflogen. Eine scherzhafte Aktion, der sich auch die Fluglehrer nicht verschließen konnten, wurde die Galionsfigur doch fachmännisch gegen Abstürzen und Verlust gesichert. Denn: „Die Flugsicherheit steht bei jedem Spaß immer ganz oben!“

 

Mit Spaß und Teamgeist konnten während des Schnupperkurses auch neue Mitglieder gewonnen werden. Ebenso gab es Gastflüge mit interessierten Passanten.

Zum jeweils ersten Wochenende der Sommermonate besteht weiterhin die Möglichkeit selbst einmal in diesen tollen Sport hineinzuschnuppern. Alle Infos dazu stellt der Verein im Internet unter www.EDQO.de zum Abruf bereit.

 

 

 

Desweiteren finden derzeit in Jena, Erbach, Hockenheim und Bayreuth die Qualifikations-Wettbewerbe für die Deutschen Segelflugmeisterschaften statt. Auch Piloten des SFZ sind dort mit am Start.

So traten Andreas Görmer und Peter Schertenleib beim JenaCup an. „Nach einem sensationellen Auftakt, unter anderem mit einem Tagessieg, fehlte am Ende das nötige bisschen Glück“ resümiert Görmer, der den Wettbewerb nur mit dem 18. Rang abschließen musste. Dabei stand er zwischenzeitlich stabil auf dem dritten bis achten Rang und hatte so reelle Chancen auf eine Qualifikationsplatzierung, die bis zum fünften Rang reichte. Diesmal hat es leider nicht gereicht, was Görmer keinesfalls entmutigt. Ganz im Gegenteil: „Ich denke, ich habe auch bei diesem Wettbewerb wieder vieles gelernt und freue mich schon auf den nächsten.“ Schertenleib schloss den Wettbewerb mit dem 20. Rang von 34 gemeldetenTeilnehmern ab.

 

Hanns-Günther Bauer, der sportliche Leiter des Vereins, zeigt in Hockenheim beim Internationalen Segelflugwettbewerb eine solide Leistung. Schließlich konnte er unter 27 Teilnehmern nur den 11. Rang erreichen.

 

 

Und seit vergangener Woche fliegt Dr. Claus Triebel in Bayreuth beim dortigen „Internationalen Bayreuth Wettbewerb“. Nach bisher Wertungstagen liegt er auf dem vorläufigen siebten Rang im 25 Teilnehmer starken Starterfeld. Der Wettbewerb dauert noch bis 1. Juni.

 

 

 

Der Breitensport kommt dabei nicht zu kurz. Während die Segelflieger in der Landesklasse am Pfingstwochenende keine Flüge melden konnten, gab es am jüngst vergangenen Wochenende mit dem 25. Rundenplatz immerhin zwölf Punkte für das Vereinskonto. Maßgeblich waren hier die Flüge von Dr. Claus Triebel, der seinen Flug vom Bayreuth Wettbewerb einbrachte und der Überlandflug von Klaus Gareiß, der am Samstag einen über 180-Wertungskilometer langen Flug durch das nördliche Oberfranken absolvierte.

 

 

Insgesamt stehen die Luftsportler von der Ottengrüner Heide aktuell mit 106 Punkten auf dem vorläufigen 11. Gesamtrang der 78 Teilnehmer umfassenden Landesklasse.

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