Abfliegen 2017 in der Geigersmühle

Helmbrechts, 25.11.2017

 

 

Am vergangenen Wochenende feierten die Mitglieder des Segelflugzentrums (SFZ) Ottengrüner Heide zusammen mit ihren Familien und Freunden den Jahresabschluss beim traditionellen Abfliegen. Dieses Jahr wurde der festliche Rahmen in der Geigermühle bei Helmbrechts, gleich neben der fliegerischen Heimat des Vereins, abgehalten.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzenden Ralf Kaußler und Florian Götz richtete der 2. Bürgermeister der Stadt Helmbrechts, Robert Geigenmüller, einige Grußworte an die Anwesenden. Er betonte, wie stolz die Stadt Helmbrechts auf die Luftsportler sei und wie verbunden er den Segelfliegern ist.

 

Bevor die Vorstände einen mit Fotos untermalten Saisonrückblick gaben, bedankten sie sich bei allen für eine unfallfreie Saison, die der Umsichtigkeit und Besonnenheit aller zu verdanken sei.

Für Vereine ist die Nachwuchsarbeit besonders wichtig und „für einen Sport, wie den unseren, der gerne den gesamten Sonntag einnimmt, anstatt auf zwei, drei Tage für ein paar Stunden verteilt zu sein,“ erläutert Götz, „daher umso schwieriger. Entsprechend herzlich wurden die neuen Mitglieder Kevin Kux, Maria Wingrich, Franziska Riedl und Hannes Fickenscher nochmals im Kreis der Flieger herzlich willkommen geheißen.

 

Auch wenn die Saison wieder einmal mit wechselhaftem Wetter markiert war und die eine oder andere kleine Baustelle nebenher erledigt werden musste, gab es einige Highlights, die bei den Anwesenden bei der Erinnerung daran umgehend Freude hervor ruf.

Herauszuheben sei zum Beispiel das Sunrise-Fliegen, welches zusammen mit den Fliegerkameraden vom LSC Nordhalben am 19.06.2017 abgehalten wurde. „Einfach eine tolle Erfahrung, früh morgens mit den ersten Sonnenstrahlen durch die morgendliche Luft zu segeln!“ Oder das Sommer-Fluglager im August mit der Gastgruppe LSV Backnang-Heiningen, die mit über 20 Teilnehmern auf der Ottengrüner Heide zu Gast waren.

Auch bestehen enge Beziehungen mit anderen Helmbrechtser Vereinen, wie ein Besuch der FFW Helmbrechts am 22.07.2017 für eine Jugend-Löschübung mit anschließender Grill-Party belegt. Daneben gab es noch zahlreiche weitere Aktionen rund um den Flugbetrieb. „Besonders freut uns hierbei“ betonen Kaußler und Götz, „dass die meisten Aktivitäten von unserer starken Jugendgruppe organisiert und durchgezogen wurden. Für ein solches Engagement gebührt der Jugend großer Dank!“

 

So wichtig wie der Nachwuchs ist, sind auch die langjährigen Mitglieder, die für vieles heute Selbstverständliche, den Grundstein legten. So wurden auch dieses Jahr wieder Mitglieder für deren Treue zum Verein geehrt:  Für 50jährige Mitgliedschaft Udo Sammet, ein pensionierter Linienpilot, der seinen oberfränkischen Verein noch immer gerne einen Besuch abstattet. Jörg Sümmerer, Wolfhard Schmatloch und Reinhardt Sommerer wurden für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Ausbildungsleiter Dr. Claus Triebel bedankte sich besonders bei Sommerer, nicht nur für die langjährige Mitgliedschaft, auch für seinen noch immer anhaltenden, unermüdlichen Einsatz als Fluglehrer. Für ihre 30jährige Mitgliedschaft wurden Manfred Beckmann, Erika Vogel und Günter Goller bedacht.

 

 

Dem Segelflugverein immanent ist auch die Ausbildung neuer Scheinpiloten. Diesem zentralen Anliegen wurde der Verein 2017 in vielerlei Hinsicht gerecht: Über die Sommermonate konnten sich Anna Hartung, Lukas Becher und Raphael Seuß beweisen und ihre ersten Alleinflüge absolvieren.

Nach diesem ersten großen Schritt folgt schließlich die Scheinprüfung, bestehend aus theoretischer und praktischer Prüfung. Dieses Jahr konnte sie Christian Riedl mit Bravur absolvieren.

Doch auch der Motorsegler des Vereins bietet neue Möglichkeiten, die Ralf Kaußler und Kevin Fritsch nutzten. Sie bildeten sich auf dem motorgetriebenen Fluggerät fort und erwarben die Klassenberechtigung für Motorsegler.

„Eine auf allen Ebenen der Ausbildung tolle Leistung“ betont Triebel. Mit über 800 Schulstarts steht das SFZ mit seinem Ausbildungsbetrieb auf solidem Boden. Gleichzeitig seien langjährige Flugschüler zu ermutigen, schnell ihren Schein zu machen, um sich dann im sportlichen und Wettbewerbsfliegen zu versuchen.

 

 

Dass dieser sportliche Aspekt für das SFZ ebenso von Bedeutung ist, stellten die Piloten bis zuletzt bei ihrer Teilnahme an der Segelflugbundesliga unter Beweis, obgleich dieses Jahr der gewünschte Klassenerhalt leider ausblieb.

Dennoch stellten die Sportpiloten ihr Können bei diversen zentralen Wettbewerben unter Beweis; so sei nur exemplarisch die Qualifikation von Dr. Claus Triebel zur Europameisterschaft 2019 zu nennen.

 

Im Mittelpunkt des Abfliegens steht aber die Ehrung der Vereinsmitglieder für ihr sportliches Engagement mit dem Vereinspreis:

Dieser ging auch dieses Jahr an Andreas Görmer, der fast uneinholbar scheint, vor Hanns-Günther Bauer und Serena Triebel. In der Doppelsitzer-Klasse landete das Damen-Duo Serena Triebel zusammen mit Stephanie Gareiß auf dem ersten Platz vor Dr. Claus Triebel mit Franziska Riedl und Hanns-Günther Bauer mit Lukas Becher. Den Juniorenpreis, der an Piloten unter 25 Jahre vergeben wird, konnte sich diese Saison die aufstrebende Nachwuchspilotin Serena Triebel sichern.

 

Neben diesen primär auf Leistung ausgerichteten Wertungen gibt es noch zwei „mit Augenzwinkern“ versehene Vereinsehrungen: Der Holzpreis, der für den längsten Flug mit einem Flugzeug in Holzbauweise vergeben wird, ging an den Flugschüler Lukas Becher und seinen Fluglehrer Hanns-Günther Bauer. Der Holzpreis sei, so scherzt Bauer, auch als „Entschädigung für die schweren Strapazen“, die die Piloten mit dem Schulungsdoppelsitzer Bergfalken III während des langen Fluges aufgrund einer unbequemen Sitzhaltung erlitten haben, gedacht.

Desweiteren wurde dieses Jahr ein neuer Preis vergeben: Die „Grüne Wiese“. Eine Ehrung für den Piloten, der während der Segelflugsaison die meisten Außenlandungen hatte. Dieses Jahr hätte Andreas Görmer das Ranking angeführt. Da der Preis – der symbolträchtig mit einem halben Quadratmeter Rasen verkörpert wurde – nur an anwesende übergeben wird, erhielt ihn der zweitplatzierte Hanns-Günther Bauer.

 

Nach diesen Ehrungen und Rückblicken folgten noch viele Gespräche und Erzählungen aus der Saison, untermalt mit einer lebhaften Diashow.

Über die Wintermonate ruht nun der Segelflugbetrieb größtenteils. Im Vordergrund sollen kleine Werkstatt- und Reparaturarbeiten, aber auch die theoretische Ausbildung der Flugschüler stehen. Über Aktuelles informiert der Verein auch in den sozialen Medien, unter www.facebook.com/SFZOttengruenerHeide sowie der Vereinsseite www.EDQO.de.

 

 

 

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FOTO im Anhang: IMG_2880b.jpg

Die Sieger des Vereinspreises (v.l.n.r.):  Serena Triebel, Stephanie Gareiß, Dr. Claus Triebel, Franziska Riedl, Lukas Becher und Hanns-Günther Bauer.

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