Görmer fliegt an die Spitze

Helmbrechts/Königsdorf, 14.05.2017

 

Am vergangenen Samstag ging der Königsdorfer Wettbewerb 2017 in Südbayern zu Ende. Daran teilgenommen haben auch zwei Piloten vom Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide.

 

Peter Schertenleib aus Selb landete nach vier absolvierten Wertungstagen mit 581 Punkten auf dem 18. Platz. Zunächst regenreiches Wetter ließ die ersten vier Wertungstage für die 20 Teilnehmer der „Leichten Klasse“ entfallen.

Schon am zweiten

geflogenen Wertungstag konnte der Iffeldorfer Andreas Görmer einen Tagessieg einholen, der mit eintausend Punkten belohnt wurde. Auch an den darauffolgenden Tagen kämpfte sich Görmer, der seine fliegerische Heimat beim SFZ in Oberfranken gefunden hat, stets auf das Treppchen. So landete er schließlich mit 2.027 Punkten deutlich vor den Piloten Schmidt und Mayr auf Rang zwei mit 1.814 und Eggl mit 1.800 Punkten auf dem dritten Platz. Mit dem nötigen Selbstbewusstsein gelang es dem Streckenflieger sich auch im alpinen Raum zu beweisen und so sogar die Hausherren vom SFZ Königsdorf in ihre Schranken zu verweisen. „Es war auf jeden Fall eine echt coole Woche“ resümiert Görmer den Wettbewerb. „Auch habe ich nun gelernt, wie man die anspruchsvollen Strecken in den Alpen fliegt, ganz ohne Thermik – nur im Hangaufwind! Dies kostet zwar etwas Überwindung, dann aber ist es spielend einfach und total abgefahren.“

Eine durchgehend herausragende Leistung für Görmer, der sich erst seit wenigen Jahren im Wettbewerbsfliegen misst und sich mit diesem Ergebnis für seine fliegerische Karriere selbst eine klare Richtung vorgegeben haben dürfte.

 

 

Doch nicht nur den Königsdorfer Wettbewerb konnten sie aufmischen, auch ihren Vereinskameraden in Oberfranken zeigten die beiden Piloten, wie man in der Bundesliga punktet.

Dass der Sonntag keine nutzbaren Wetterfenster zum Punkten in der 2. Segelflugbundesliga bieten würde, war zeitig klar. So trafen sich die Helmbrechtser Luftsportler am Samstag und zeigten mit sechs Segelflugzeugen am Start beinahe heroischen Einsatz. Leider kamen dann doch zu schnell teils heftige Regenschauer mit einzelnen Gewitterzellen in das geplante Fluggebiet. „Dieses Risiko wollten wir nicht eingehen“ erläutern Ralf Kaußler und Serena Triebel, die sich immerhin über Kronach bis an den Thüringer Wald vorantasteten. Dr. Claus Triebel versuchte es zunächst mit einem ersten Schenkel nach Osten, musste dann aber auf dem Rückweg bei Kulmbach vorzeitig den Hilfsmotor bemühen. Das Duo Kevin Fritsch und Christian Riedl konnte sich bis Wallenfels durchkämpfen und kamen gerade noch mit Endanflug durch einen Schauer zum Heimatplatz zurück. Klaus Gareiß gelang trotz umfassender Vorbereitung wegen des rasch aufziehenden Regens kein Flug.

Besonders bedauerlich ist das Ergebnis für den Flug des sportlichen Leiters des SFZ: Hanns-Günther Bauers flog zunächst nach Osten bis Marktredwitz und zurück bis Stadtsteinach, was eine Wertungsstrecke von etwa 109 Kilometern in 1 Stunde 14 Minuten ergab. Indexiert ergaben sich hieraus 39.76 Punkte. „Es war echt knapp an der Wertungsgrenze zu den nötigen 40 Punkten“ analysiert Bauer sichtlich enttäuscht. „Dennoch haben wir unseren Einsatzwillen bewiesen. Unser Dank gilt auch dem Schlepppiloten Siegfried Ott, der uns in die Luft brachte und auch den Helfern am Boden.“

 

So kamen nur die beiden aus Königsdorf gemeldeten Flüge in das Ranking zur 5. Runde der 2. Segelflugbundesliga. Dies reicht nur für den 21. Rundenplatz, der wieder nur einen weiteren „Trostpunkt“ bedeutet.

Insgesamt steht das SFZ nunmehr mit zwei Punkten vorläufig auf dem 26. Gesamtrang.

 

 

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