SFZ bleibt dank drittem Rundenplatz Bundesligist

 

 

 

 

 SBL - Runde 19 - Saisonfinale

 

 

Schon seit dem letzten Wochenende war das Team vom Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide vom Flugplatz bei Helmbrechts in regem Austausch bezüglicher des letzten Wertungswochenendes in der Segelflugbundesliga. Um den Klassenerhalt in der Spitzenliga der deutschen Segelflieger zu sichern gaben die Luftsportler am vergangenen Wochenende nochmal alles: Mit Erfolg!

 

 

Am Donnerstag wurde Samstag endgültig zum fliegerisch besseren Tag des Wochenendes erklärt: „Es wird kein super toller Spitzentag,“ erörtert Sportleiter Hanns-Günther Bauer, „aber es wird schön zu fliegen und wir haben gute Chancen!“ Und tatsächlich zeigte sich das Wetter je nach Flugrichtung sehr unterschiedlich. Insgesamt 8 Flugzeuge wurden schon am Samstag in die Luft geschleppt:

 

 

Vorneweg startete der erfahrene Fluglehrer Peter Schertenleib aus Selb zu einem letztlich über sechsstündigen Flug. Nach einem ersten Schenkel nach Nordosten bis Annaberg-Buchholz steuerte er westwärts bis Oberhof im Thüringer Wald. Von dort aus ging es entlang der Cumulusbewölkung südöstlich über Weiden bis an die oberpfälzer-tschechische Grenze. So konnte er für die Bundesliga 234 Wertungskilometer und einen Schnitt von 94 Stundenkilometern zur Wertung bringen. Leider kommt die besondere Leistung des Fluges mit seinen über 500 Streckenkilometern nicht hervor, da für die Ligawertung eine Reduzierung auf gewisse Flugschenkel der Flugdauer von zweieinhalb Stunden erfolgt.

 

Ihm folgte der Nordhalbener Christian Walle nach, der es sich nicht nehmen ließ, seine Kameraden an diesem entscheidenden Wochenende nochmals zu unterstützen. Leider konnte er mit seinem Flug von 150 Kilometern nicht mithalten.

Von der Deutschen Segelflugmeisterschaft in Stendal-Borstel meldete auch Dr. Claus Triebel aus Selb einen Flug für seinen Verein, welchen er im Rahmen des dortigen Wettbewerbs flog. In über vier Stunden flog er von Stendal bis zur Wende östlich von Leipzig, bevor es nordwestlich bis Klötze bei Wolfsburg ging. Über 294 Wertungskilometern konnte er einen Schnitt von 117 Stundenkilometern halten.

 

Von Helmbrechts aus starteten Florian Götz aus Hof und der Selber Bauer. Götz und Bauer flogen im Team zunächst in nordöstliche Richtung ab. Nach der Wende bei Oberwiesenthal ging es über Schönwald, Münchberg und Stadtsteinach in nordwestlicher Richtung bis zur Abschlusswende bei Schmalkalden. Sie holten so jeweils einen Schnitt von 123 Sachen auf eine Wertungsdistanz von 309 Kilometer.

Gleichfalls ein Team, jedoch im Doppelsitzer bildeten der Hofer Stephen Bailey mit Kevin Fritsch aus Münchberg. Sie wählten die entgegengesetzte Richtung und flogen zunächst über das Fichtelgebirge nach Süden bis Windischeschenbach. Von dort aus ging es über Bayreuth und Kulmbach bis Suhl und weiter bis Bischofsberg. Als dort die Wolken abflachten, entschieden sie sich für einen letzten Schenkel über Coburg und Kulmbach bis Bayreuth ehe auch sie mit 263 Kilometern und einem Schnitt von 105 Sachen zur Ottengrüner Heide zurückkehrten.

 

 

 

Einen vergleichbaren Flug wollte auch Andreas Görmer aus Iffeldorf abliefern. Etwas zu ehrgeizig flog er nicht bis an jede Wolkenbasis heran und lies mindestens einen Thermikbart zu viel liegen. Demzufolge musste er bei Plauen auf einem Feld außenlanden und sich von seinen Kameraden abholen lassen.

Doch schon am Sonntag – den der Verein keinesfalls ungenutzt verstreichen lassen wollte – versuchte Görmer sein Glück erneut. Diesmal deutlich erfolgreicher: Mit einem Flug über 318 Wertungskilometer und einem 127-er Schnitt legte er imposant vor. Nach einem ersten Schlenker über Wunsiedel ging es in den Thüringer Wald. Bei Philippsthal an der Werra lag der westlichste Wendepunkt. „Da der Thüringer Wald sich mal wieder als gute Rennstrecke zeigte“ berichtet Görmer, „wurde dann auf dem Rückweg bei Masserberg nochmals nach Westen gewendet.“ Zur Landung auf die Ottengrüner Heide zurück reichte nach viereinhalb Stunden die Thermik nicht mehr. So musste gegen 19 Uhr auf dem Kronacher Flugplatz gelandet werden.

 

Götz nutzte die Möglichkeit am Sonntag ebenfalls und folgte Görmer in den Thüringer Wald. Entgegen eines weiteren Schenkels, flog er zurück nach Südosten und landete schon nach 286 Kilometern samt einem Schnitt von 114 Stundenkilometern.

Ebenfalls einen zweiten Versuch, der genauso zu einer Verbesserung im Rundenranking führte, unternahm auch der Sportleiter. Bauer wählte diesmal zusammen mit Görmer nach einem Schenkel über Wunsiedel den Weg entlang dem Thüringer Wald bis in die Rhön. Wendepunkte waren Bad Salzungen im Westen und Sachsenbrunn im östlichen Thüringer Wald. Über vier Stunden brauchte er für die 358 Wertungskilometer. So ergibt sich ein Schnitt von 143 Stundenkilometern.

 

Und auch Bailey wollte es am Sonntag nochmals wissen. Im Doppelsitzer begleitete ihn diesmal der Selber Dr. Claus Triebel, der gerade von der Deutschen Segelflugmeisterschaft zurückkehrte, welche er mit dem fünften Platz unter 32 Teilnehmern beschließen konnte. Das Duo folgte im Wesentlichen Bauer und lieferte so einen Schnitt von 136 Sachen auf über 342 Wertungskilometer ab. Auch sie landeten schließlich bei den Fliegerkameraden in Kronach, denen ein ausgesprochener Dank gebührt. „Wir sind sehr dankbar, dass die Kronacher Kameraden uns auch nach deren Flugbetriebende nochmals in die Luft geschleppt haben, sodass wir gar nach Hause fliegen konnten“ betonte Bailey beim Abschlussbriefing.

 

 

 

Zusammenfassend ergab diese fulminante Leistung an den beiden letzten Wertungstagen der Segelflugbundesliga mit dem 3. Rundenrang mehr als entscheidende 18 Punkte auf das Gesamtkonto dessen Zähler nun bei 107 Punkten steht. Abschließend belegt das SFZ damit den 23. Platz in der Gesamttabelle und entging so dem Abstieg.

Glücklich, vor allem aber erleichtert blickt Sportleiter Bauer auf dieses Bundesliga-Finale zurück.

Und auch Ralf Kaußler gratulierte als Vorsitzender des Vereins seinen Kameraden zu dieser tollen Leistung. „Ein weniger spannendes Finale hätte es sicher auch getan“ scherzt Kaußler, „aber dieses Wochenende hat nochmals gezeigt, welche Teamleistung wir abrufen können und wo wir hingehören. Ich freue mich auch 2016 weiter in der Spitzenliga mitzufliegen!“

 

 

 

 

 

 

 

 

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