"So viel Mühe und nur ein Punkt"

 

 

 

SBL - Runde 15

 

 

Noch in der letzten Runde der Segelflugbundesliga konnte das Segelflugzentrum Ottengrüner Heide (SFZ) für den Anschluss zum Klassenerhalt wichtige Punkte sammeln. Dieses Wochenende ging es entsprechend motiviert wieder in die Luft. Viel Kampfeswillen zeigten die hochfränkischen Luftsportlern. Die entsprechende Punktewertung blieb leider wieder aus.

 

Die Wetterprognosen gestalteten sich derart, dass es klar war, diese Runde wieder vom heimischen Flugplatz Ottengrüner Heide bei Helmbrechts aus zu starten. Die Wahl fiel auf Sonntag, der den Oberfranken sogar einen leichten Vorteil gegenüber den anderen 29 Vereinen, die über das gesamte Bundesgebiet verteilt liegen, geben sollte.

Friedemann Nagler aus Töpen unternahm als erstes einen zweistündigen Lokalflug. Wendepunkte waren Leupoldsgrün und Marktleugast. Insgesamt war der Flug für die Bundesligawertung mit 40 Kilometern aber von zu geringer Flugdistanz.

 

Der Nordhalbener Christian Walle unterstützte die Helmbrechtser erneut vom Flugplatz Titschendorf aus. In gut zwei Stunden ging es von Nordhalben aus in den Thüringer Wald in Richtung Saalfeld an der Saale. Nach Osten ging es bis Schöndorf bei Schleiz, ehe er nach hundert Kilometern mit einem vierziger Schnitt zurück zur Landung steuerte.

Vorsitzender Ralf Kaußler aus Helmbrechts versuchte gleichfalls sein Glück und konnte einen Schnitt von 43 Stundenkilometern beisteuern. Sein eineinhalbstündiger Flug ging von Helmbrechts aus auch in den Thüringer Wald bis Steinach. Zurück flog er über Nordhalben, ehe der Logger nach der Landung 110 Streckenkilometer auswies.

 

Auch Stephen Bailey aus Hof sah die Chance im Thüringer Wald: Bis Suhl steuerte er den ersten Schenkel. Ein weiterer lag über Saalfeld, ehe er sich nochmals südöstlich ins Fichtelgebirge bis Weißenstadt wagte. Nach vier Stunden und über 170 Kilometern konnte er einen Schnitt von 70 Stundenkilometern verzeichnen.

Der Wahlmünchner Andreas Görmer flog über Kronach auch in den Thüringer Wald ein. Er setzte seine westliche Wende erst bei Bad Liebenstein. Über Bad Lobenstein ging es ins Vogtland bis Auerbach. Über Oberkotzau setzte er nach über sechs Stunden wieder zum Landeanflug auf die Ottengrüner Heide an. Über 180 Streckenkilometer bewältigte er mit durchschnittlich 72 Stundenkilometern.

 

Der Hofer Florian Götz startete zusammen mit Klaus Gareiß aus Schauenstein im Doppelsitzer „Arcus T“ zu einem vierstündigen Flug über 220 Wertungskilometer. Dabei flogen sie zusammen mit Hanns-Günther Bauer, dem sportlichen Leiter des SFZ, im Team. Gemeinsam ging es über Steinwiesen nordwestwärts in den Thüringer Wald. Als Wendepunkt wählten die Segelflieger Schmalkalden. Weiter ging es nach Norden bis Erfurt, ehe das Trio auf Ostkurs drehte. Gewendet wurde noch vor Gera, ehe sie eine kleine Schleife über Jena legten. Danach ging es südlich über Rudolstadt und Bad Steben wieder nach Helmbrechts.

Nach der Landung waren alle drei mit ihrer Leistung zufrieden, auch wenn sie bereits abschätzen konnten, dass es nicht für die großen Punkte gereicht haben wird. Lediglich einen Schnitt von 88 bzw. 92 Stundenkilometern konnten sie rausholen. „Trotzdem hat es wieder riesig Spaß gemacht“ freut sich Florian Götz.

 

 

Letztlich meldeten trotz des Sturmtiefs, das am Samstag die Republik überquerte, alle 30 Vereine Flüge. Wie bei einem Tief üblich, zeigte sich am Sonntag dann bestes Segelflugwetter, was auch genutzt wurde. So landeten die Segelflieger vom SFZ nur auf Platz 22 und erhielten damit nur einen Punkt.

 

Für die vorläufige Gesamttabelle bedeutet dies mit 60 Punkten den 26. Platz. In vier Wochen, wenn die letzte Bundesligarunde zu Ende geht, werden die letzten sieben Vereine in die 2. Bundesliga absteigen. Noch immer belegt das SFZ einen solchen Abstiegsplatz. Zu überwinden sind 19 Punkte, um den Klassenerhalt zu ergattern. „Nicht nur rechnerisch ist es noch möglich, aber wir müssen das Wetter abwarten“ gibt sich Sportleiter Bauer zurückhaltend.

 

 

 

EM in Ungarn unfallfrei beendet - Triebel siebter

 

Am Samstag wurde im ungarischen Öcseny die Europameisterschaft im Segelflug beendet. Der Selber Dr. Claus Triebel, der dort in der 18-Meter-Klasse teilnahm, landete schließlich mit 7272 Punkten auf dem siebten Platz unter 31 Kontrahenten. Sein Teamkollege Sebastian Huhmann landete mit 6758 Punkten auf dem 15. Platz. Neuer Europameister der Klasse wurde der Pole Sebastian Kawa mit 7885 Punkten.

 

In der Doppelsitzerklasse belegte das deutsche Team, bestehend aus den Duos Marco Hanses mit Sebastian Beule und Ulrich Gmelin mit Christine Grote die Plätze drei und vier. In der Offenen Klasse konnten die Deutschen Tassilo Bode und Markus Frank mit dem fünften und elften Platz abschließen.

 

 

 

 

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