Serena Triebel punktet bei DM doppelt

 

 

 

SBL - Runde 10

 

Nach zehn Runden der Segelflugbundesliga steht das SFZ Ottengrüner Heide auf dem 27. Gesamtrang. Es blickt auf einen wahren Berg- und Talflug zurück. Die „big points“ blieben bisher aus, doch lassen sich die Luftsportler vom Flugplatz bei Helmbrechts nicht unterkriegen.

 

„Das Wetter der letzten Tage und Wochen war einfach schlecht. Es geht ja nicht nur um die Bundesligawertung“ statuiert Sportleiter Hanns-Günther Bauer, „wir wollen überhaupt wieder mal schön fliegen!“ Und auch dieses Wochenende blieb dieser Wunsch unerfüllt. Wetterbedingt blieben die Segelflieger auch an diesem Wochenende am Boden.

„Aber wir haben das Glück eines ‚Jokers‘ in Zwickau“ schmunzelt Bauer und spielt auf die Deutsche Meisterschaft im Segelflug an, an der die 21-jährige Serena Triebel aus Selb teilnimmt. Zusammen mit ihrem Vater Claus, der als Co-Pilot im Doppelsitzer hinten Platz nehmen muss, tritt sie gegen 31 Konkurrenten an. Nachdem wetterbedingt auch in Zwickau die letzten Wettbewerbstage neutralisiert werden mussten, konnte am Sonntag endlich wieder geflogen werden. Triebel punktete dabei nicht nur herausragend in der DM-Wertung, sondern konnte den Flug auch für ihren Verein zur Bundesliga-Wertung melden.

In dreieinviertel Stunden zeichnete der Fluglogger eine Wertungsdistanz von 174 Streckenkilometern auf. Mit im Schnitt 69,5 Stundenkilometern steuerte die Studentin von Zwickau aus nordöstlich über Mittweida bis Riesa an der Elbe. Von dieser Wende aus ging es zurück zur viertgrößten Stadt Sachsens. Am Ende des Tages konnte Triebel sogar den Tagessieg feiern.

 

Mit nur diesem einen Flug holten die Luftsportler beachtliche acht Punkte. Auf die Frage, wie dies trotz der eher bloß durchschnittlichen Leistung möglich ist, antwortet Bauer, dass bundesweit von den 30 Vereinen, die in der 1. Segelflugbundesliga fliegen, gerade einmal 19 Vereine Flüge meldeten. „Da ist man selbst mit einem schwachen Flug gleich vorne mit dabei!“ So landeten die Hochfranken mit nur einem Flug auf dem 13. Rundenplatz und holten acht Punkte.

Das Gesamtkonto weist nun 35 Punkte für das SFZ aus, das nach zehn Runden auf dem vorläufigen 27. Gesamtrang steht.

 

„Wir haben uns noch lange nicht satt geflogen!“ lautet die Ansage von Bauer im Hinblick auf die kommenden Wochen. Auch wenn die Segelflieger aktuell mit dem Tabellenrang auf einem Abstiegsplatz stehen, geben sie sich noch nicht geschlagen. Es stehen noch neun Wochenenden bevor und „bisher haben wir hinten raus noch immer Punkte geholt“. Zwar sei es laut Sportleiter denkbar, in den nächsten Runden mit dem Segelflugzeug im Hänger ins bessere Wetter zu fahren um von einem anderen Flugplatz aus zu starten, wie es andere Vereine bereits praktizieren, doch wolle man noch nichts überstürzen. „Eine deutlich bessere Wetterlage müsse für solch eine Aktion schon erkennbar sein.“

 

 

In Zwickau steht Serena Triebel nach zwei Wertungstagen auf dem ersten Platz unter den 32 Teilnehmern in der Doppelsitzerklasse.

Die Deutsche Meisterschaft dauert in Zwickau noch bis zum 27. Juni, wobei für Triebel eine Platzierung unter den ersten vier und damit ein Platz in der Nationalmannschaft keinesfalls unmöglich ist. Dieser ist Voraussetzung zur Teilnahme an der Europameisterschaft, was erklärtes Ziel der Selberin ist. Zu diesem Ziel verhelfen soll auch ein neu entwickeltes Segelflugzeug vom Typ „ASG 32 Mi“. Der Prototyp wurde von der Firma „Schleicher“ für die Meisterschaft zur Verfügung gestellt und zählt als eigenstartfähiger Doppelsitzer zu den besten Segelflugzeugen, die derzeit fliegen.

 

 

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Diese Seite verwendet ausschließlich zum Betrieb notwendige Session Cookies. Es werden keinerlei Trackingmechanismen von Drittanbietern verwendet.