Segelflieger beweisen viel Ehrgeiz

 

 

 

SBL - Runde 3 am 2. & 3. Mai 2015

 

Trotz aller Anstrengungen landet das Segelflugzentrum (SFZ) Ottengrüner Heide nur auf dem 19. Rundenplatz und verbleibt damit weiter am Tabellenrand.

„Wenn man sich ansieht, welche Anstrengungen wir unternehmen und was diese im Vergleich an Punkten bringt ist man schon sehr gefrustet“ lautet das einstimmige Resümee der Luftsportler vom Flugplatz bei Helmbrechts. Dass die Spitzenliga im Segelflug kein leichtes Pflaster werden würde, war den Piloten klar, dass sie nun aber schon zu Saisonbeginn den „big points“ nur hinterherlaufen, das hielt man nicht für möglich.

 

Sportleiter Hanns-Günther Bauer startete dieses Wochenende vom Flugplatz Klix, der etwa 50 Kilometer nordöstlich von Dresden liegt. Er nimmt dort am „23rd International Gliding Cup Klix 2015“ teil. Sein Flug führte zunächst nach Nordwesten über die Lutherstadt Wittenberg bis Bad Belzig. Über den Spreewald ging es nach Osten vorbei an Frankfurt/Oder bis Schwiebus. Danach ging es nach über fünfeinhalb Stunden Flugdauer und mehr als 250 Kilometern zurück zur Landung.

Bisher konnte Bauer sich in seiner Klasse unter den 13 Konkurrenten gut schlagen. Er steht nach drei Wertungstagen auf dem 10. Platz.

 

Vom heimischen Flugplatz bei Helmbrechts aus startete der Selber Peter Schertenleib. Er entschied sich nach einem ersten Schenkel nach Westen bis Kronach für den thermisch begünstigen Weg ins Erzgebirge. Durchs Vogtland ging es bis zur Wende bei Annaberg-Buchholz. Auf dem Rückweg passierte Schertenleib Klingenthal und Bad Elster bevor auch er nach fast drei Stunden über Rehau den Landekurs einschlug. Er konnte 240 Streckenkilometer aufzeichnen.

 

Auch am dritten Rundenwochenende konnte der Nordhalbener Christian Walle vom Luftsportclub (LSC) Nordhalben für das SFZ punkten. „Ich fliege gerne hier auf der Ottengrüner Heide: der Platz ist schön und die Kameraden sehr freundlich“ sagt der Vorsitzende des LSC Nordhalben. Mit seinem Flug konnte Walle dem SFZ den entscheidenden Flug beisteuern. Der 28-jährige entschied sich für den Thüringer Wald. In nordwestliche Richtung flog er über Suhl bis Waltershausen bei Gotha. Über Saalfeld ging es nach Osten bis kurz vor Plauen, ehe auch er nach über dreieinhalb Stunden auf Heimatkurs drehte. Nach der Landung zeigte Walles Logger knapp 200 Kilometer.

 

Desweiteren versuchte auch Klaus Gareiß aus Schauenstein sein Glück. Auch er lieferte letztlich 147 Kilometer ab. In genau zweieinhalb Stunden steuerte Gareiß zwischen Rehau und Kronach, sowie Kulmbach und Schwarzenbach/Saale entlang von Wolkenstraßen um eine möglichst hohe Speedzahl zu erreichen. Dieser Flug gab dem Verein für dieses Wochenende die nötige Sicherheit.

 

Dank dieser Teamleistung konnte das SFZ in der dritten Runde einen Anschluss finden. Mit 264 Speedpunkten landete es auf dem 19. Rundenplatz. So erhalten die Luftsportler noch zwei Punkte auf das Vereinskonto. In der Gesamttabelle steht das SFZ nach drei Runden auf dem zwar noch immer nur auf dem 29. Tabellenrang. Die unmittelbare Konkurrenz aus Oldenburg ist nur zwei Punkte entfernt. „Das Wochenende hat gezeigt, dass man nicht nur hinterher- sondern auch mitfliegen kann“ sagt Bauer entschlossen. „Jetzt müssen wir uns nur weiter steigern und vor allem dranbleiben!“

 

Die Kameraden aus Bayreuth konnten das Wochenende besser nutzen und holten mit dem 9. Platz 12 Punkte, sodass sie nun mit 26 Gesamtpunkten auf dem vorläufigen 12. Platz stehen. Die Bamberger Segelflieger landeten auf dem 16. Platz und konnten mit 5 Punkten ihren Zähler auf 15 stellen. Sie belegen derzeit den 21. Tabellenplatz.

 

„Dieses Wochenende war ein Musterbeispiel dafür, wie schnell man punkten und wieder aufholen kann“ resümiert Bauer, der noch bis 9. Mai an der Meisterschaft in Klix teilnimmt.

 

 

 

 

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