Presse
Die Schlacht ist geschlagen – Helmbrechtser Segelflieger erfliegen Klassenerhalt
Geschrieben von: Ralf Kaußler   
Mittwoch, den 01. September 2010 um 15:12 Uhr

 

 

 

Helmbrechts/ Mengen i. Allgäu – Es wurde noch einmal spannend um das rettende Ufer in der 1. Segelflug-Bundesliga. Der Klassenerhalt hing sprichwörtlich am seidenen Faden, denn die Ausgangslage gestaltete sich mehr als schwierig: nur wenige Punkte Abstand zu den Abstiegsplätzen und schlechte Wetteraussichten für Hochfranken brachten noch einmal Nervenkitzel unter die Piloten des Bundesligateams des SFZ Ottengrüner Heide aus Helmbrechts. Zu allem Übel hatten die beiden direkten Konkurrenten im Süden Deutschlands deutlich bessere Wetteraussichten, wodurch der Kampf um den 23. Gesamtplatz nochmals intensiv werden würde.

Verschiedene Pläne wurden bereits unter der Woche geschmiedet; unter anderem kam die Option, mit einer Mannschaft und abgerüsteten Flugzeugen in fliegbares Wetter zu fahren, auf den Tisch.

 

hgblAm Samstagmorgen entschied sich die Gruppe dazu, sich aufzuteilen. Während zwei Mannschaften vom Heimatflugplatz aus ihr Glück versuchten, fuhr das Team Hanns-Günther Bauer und Stephen Bailey zuerst nach Schweinfurt, anschließend weiter nach Hammelburg. Aufgrund anhaltender starker Regenfälle entschieden sich Bauer/ Bailey  kurzerhand dazu, ins Allgäu zu fahren um sonntags besseres Wetter nutzen zu können.

So starteten neben Dr. Claus Triebel in seiner ASG 29 auch Andreas Görmer und Peter Schertenleib im  Arcus T von Helmbrechts aus in die Luft um mit wertvollen Punkten bereits samstags ein Ausrufezeichen zu setzen.

Triebel konnte die Thermik besser nutzen, flog über Kulmbach Richtung Bad Kissingen den ersten Schenkel. Von dort aus erfolgte ein Richtungswechsel gen Osten, den zweiten Wendepunkt wählte der erfahrene Pilot bei Schweinfurt. Zum Ende des Fluges musste er aufgrund mangelnder Thermik mit dem Hilfstriebwerk zum Heimatflugplatz zurückfliegen. Die Mühe war es wert – am Ende stand nach einer Flugzeit von knapp 2,5 Stunden eine Wertungsdistanz von 204 km und ein Geschwindigkeitsdurchschnitt von 74,26 km/ h zu Buche.

Görmer und Schertenleib mussten ihren Flug bereits bei Coburg vorzeitig beenden und ebenfalls mit dem Hilfstriebwerk zur Ottengrüner Heide zurückkehren. Aufgrund der geringen Flugdistanz fehlte zwar ein wertbarer Geschwindigkeitsschnitt, aber allein der Versuch in widrigem Wetter Punkte für den Klassenerhalt zu erkämpfen verdient großes Lob.

 

Es lagen also alle Hoffnungen auf dem reisenden Team Bauer/ Bailey, das die wichtigen durch Triebel bereits erflogenen Punkte für den Klassenerhalt sichern sollte.

 

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Viel Betrieb herrschte am vergangenen Sonntag in

der Luft über Süddeutschland

 

Bauer und Bailey entschieden sich für Mengen im Allgäu als Startplatz, da in einem Streifen von Passau bis kurz vor den Bodensee die besseren Wetterbedingungen gemeldet waren. Bauers Flug führte mit Rückenwind durch das Allgäu, über Ammersee, Starnberger See, südlich an der Landeshauptstadt München vorbei Richtung Niederbayern. Aufgrund dortiger schlechter Thermikbedingungen und zunehmender Regentätigkeiten musste er nach 270 km in Eggenfelden landen. Parallel dazu war Rückholer Stephen Bailey bereits am Boden unterwegs um Bauer zeitnah „einsammeln“ zu können, sollte er frühzeitig landen.

Auch dieser enorme Aufwand hat sich vollkommen gelohnt: für 1300 gefahrene und 270 erflogene  Kilometer standen am Schluss eine indexkorrigierte Schnittgeschwindigkeit von 101,27 km/ h und damit insgesamt 13 Rundenpunkte fest.

Auch am Boden wurde live per Internetwertung mitgefiebert. Da aber keiner der direkten Konkurrenten besser fliegen konnte und der Abstand zum ersten Abstiegsplatz mit beiden gewerteten Flügen bereits sieben Punkte betrug, war der Klassenerhalt mit Gesamtplatz 23 für das SFZ Ottengrüner Heide e. V. in der 1. Segelflug-Bundesliga in trockenen Tüchern. Eine reine Gemeinschaftsleistung aller aktiven Mitglieder - denn jeder Bundesliga-Pilot wäre ohne die Bodencrew sprichwörtlich „aufgeschmissen“.

Die Bundesliga-Saison 2011 gestaltete sich insgesamt hochspannend, aber auch teilweise schwierig fliegbar. Oft beherrschten schlechte Wetterbedingungen das Geschehen, aber auch die gestiegene Qualität aufgrund der großen Konkurrenz in der Liga beansprucht mehr Aufwand und Energie. Trotzdem konnten die Helmbrechtser Segelflieger für das Saisonziel Klassenerhalt 17 von 19 Wertungsrunden fliegen und fast immer drei komplette Flüge zur Wertung anmelden. Ligakonkurrent und Nachbarverein LSG Bayreuth erreichte in dieser Bundesliga-Saison sogar den 2. Gesamtplatz und damit die Vize-Meisterschaft, wozu Vorstand und Mitglieder des SFZ Ottengrüner Heide recht herzlich gratulieren.

 

Nach einer ereignisreichen und turbulenten Saison 2010 werden sich damit auch im kommenden Jahr zwei oberfränkische Vereine einen spannenden Wettkampf mit den 28 besten Segelflugclubs Deutschlands in der 1. Segelflug-Bundesliga liefern.

 
Endspurt in der Segelflugbundesliga - der Klassenerhalt ist fast geschafft!
Geschrieben von: st   
Dienstag, den 24. August 2010 um 16:03 Uhr

Runde 18 - Zum vorletzten Mal in dieser Saison starteten am vergangenen Samstag die Piloten des Segelflugzentrums Ottengrüner Heide e.V. zu Wertungsflügen für die erste Segelflugbundesliga. Wieder galt es, in einem Zeitfenster von zweieinhalb Stunden eine möglichst große Strecke zurück zu legen und mit den aufsummierten Durchschnittsgeschwindigkeiten der drei besten Flüge die konkurrierenden Vereine im Abstiegskampf zu übertreffen.

 

Peter_SchertenleibBei noch relativ niedriger Wolkenbasis starteten am ersten Tag des Wochenendes Hanns-Günther Bauer und das Doppelsitzerteam Florian Götz/Peter Schertenleib in Richtung Südwesten, Dr. Claus Triebel aus Selb hingegen versuchte sein Glück über dem Thüringer Wald. Die drei so erzielten Schnittgeschwindigkeiten lagen am Ende zwischen 60 und 80 km/h. Schon am frühen Samstagabend war man sich einig, dass dies wohl nur für wenige Rundenpunkte ausreichen würde und für den Sonntag eine Verbesserung der Leistungen angestrebt werden sollte.

 

Meteorologisch war der Sonntag nur geringfügig besser vorhergesagt, doch schon kurz nach dem Start stellte Schertenleib fest, dass im Vergleich zum Vortag deutlich stärkere und zuverlässigere Aufwinde zu finden waren. Zusammen mit Stefan Söllner startete der Selber Pilot im doppelsitzigen Arcus T kurz nach 13 Uhr Ortszeit. Den ersten Schenkel legte das Team entgegen der Hauptwindrichtung nach Südwesten, um im zweiten Wertungsabschnitt vom Bonus des Rückenwindes profitieren zu können. Nach der ersten Wende bei Thurnau um 13.30 Uhr fegten die beiden Piloten mit durchschnittlich 135 Kilometern pro Stunde über das Erzgebirge hinweg und erreichten bereits kurz vor 15 Uhr die Stadt Pirna bei Dresden als östlichsten Punkt ihres Fluges. Aufgrund einer Abschirmung und zeitweise nur schwacher Thermik über dem südlichen Erzgebirge musste das Team seinen Wertungsflug bei Johanngeorgenstadt abbrechen und mithilfe des eingebauten Hilfsmotors einige Kilometer in Richtung besseres Wetter fliegen. Dies schmälerte das Ergebnis jedoch nur unwesentlich, denn am Ende standen beachtliche 116 km/h als indexkorrigierte Schnittgeschwindigkeit zu Buche.

 

Auch Hanns-Günther Bauer und Claus Triebel brachen am frühen Sonntagnachmittag auf, um ihre Ergebnisse vom Samstag noch zu verbessern. Ohne bis dorthin nur einen einzigen Aufwindkreis fliegen zu müssen, wendete Triebel erstmals am Flugplatz Feuerstein nahe Ebermannstadt und flog einen fast 250 Kilometer langen Rückenwindschenkel bis Pirna. Dort beendete er, jedoch aus taktischen Gründen, ebenfalls vorzeitig seinen Wertungsflug und trat gelassen den Heimflug zur Ottengrüner Heide an. Mit einem Schnitt von 113 km/h lag er schließlich 35 Stundenkilometer über seinem Vortagesschnitt und konnte mehr als zufrieden sein. Bauer, der etwas zeitversetzt zu seinen Kameraden aufbrach legte eine ähnliche Wegstrecke zurück, hatte anfangs allerdings mit schwierigen thermischen Bedingungen über der fränkischen Schweiz zu kämpfen. Dennoch konnte er in der zweiten Hälfte seines Fluges an Geschwindigkeit zulegen und verbesserte seine Samstagsleistung um rund 15 km/h auf 86 km/h.

 

Diese geballt starke Teamleistung der gestarteten Piloten katapultiert das SFZ auf Platz vier der 18. Bundesligarunde und in der Tabelle wieder auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Trotz allem ist am kommenden Wochenende ein spannender Show-down in der ersten Segelflugbundesliga zu erwarten und aufgrund der engen Punkteabstände im unteren Tabellendrittel der Klassenerhalt noch längst nicht in trockenen Tüchern.
 
17. Runde in der Segelflugbundesliga - Es wird eng!
Geschrieben von: st   
Montag, den 16. August 2010 um 08:40 Uhr

Nach vier schwachen Wochen mit nur einem Punkt brachte das vergangene Wochende dem Segelflugzentrum in Helmbrechts keinen einzigen Punkt ein. Aufgrund anhaltender Niederschläge und tief hängender Wolkendecke hatten für die Piloten des Bundesligateams weder am Samstag noch am Sonntag faire Chancen auf einen wertbaren Flug. In der Tabelle rutscht das SFZ weiter nach hinten und steht mit Platz 24 das erste Mal seit langem wieder auf einem Abstiegsplatz.

 

Nachbarverein LSG Bayreuth hingegen fliegt ganz vorne in der Tabelle mit und liegt nur zehn Punkte hinter dem führenden südbayrischen Verein SFZ Königsdorf. Um sich Platz Eins und somit den Titelgewinn offen zu halten starteten am Samstag einige Bayreuther Piloten vom Bamberger Flugplatz aus, nachdem sie mit ihren Flugzeugen im Anhänger zunächst in Richtung besseres Wetter gefahren waren. Der Einsatz zahlte sich aus und brachte ihnen am Ende Platz 14 und sieben wertvolle Punkte.

 

An den beiden verbleibenden Wertungswochenenden gilt es für das SFZ nun, nochmal alles auf eine Karte zu setzen um den Klassenerhalt zu sichern und auch in der kommenden Saison unter den 30 besten Segelflugvereinen Deutschlands mitfliegen zu können.

 
Bundesliga Runde 15 – SFZ noch immer mittendrin statt nur dabei
Geschrieben von: Kevin Fritsch   
Donnerstag, den 05. August 2010 um 09:27 Uhr

Am vergangenen Wochenende stand die mittlerweile 15. Runde in der ersten Segelflugbundesliga an. Die Piloten des Segelflugzentrums Ottengrüner Heide e.V. traten am Samstag zahlreich an, um mithilfe des ideal vorhergesagten Wetters den Anschluss ans Tabellenmittelfeld wieder zu erreichen.

 

kf_01Bereits um zwölf Uhr starteten sechs Piloten von der Ottengrüner Heide um die guten Streckenflugbedingungen ausgiebig zu nutzen. Von der Ottengrüner Heide aus stiegen Reinhard Kreil und Klaus Gareiß mit ihren Flugzeugen des Typs „Club Libelle“ in die Luft und erflogen 181 bzw. 208 km, mit einer Schnittgeschwindigkeit von jeweils etwa 56 km/h. Neben diesen Einsitzern starteten auch zwei Doppelsitzer um Bundesligapunkte zu erfliegen. Kevin Fritsch und Alexander Czapinski machten sich im fast 50-jährigen Schulungsflugzeug Bergfalke III zu einem Überlandflug auf, welcher leider nach nur 53 geflogenen Kilometern wieder beendet war. Im Kunststoffdoppelsitzer „Twin“ flogen Kevin Fischer und René Seidler bis Dresden und zurück, was eine Distanz von insgesamt 273 km und eine Schnittgeschwindigkeit von 83,5 Stundenkilometern einbrachte. Weiterhin starteten Peter Schertenleib in seiner LS 1f und Andreas Görmer in der LS 4a. Peter Schertenleib legte seinen Kurs ebenfalls in Richtung Dresden und konnte schließlich auf einer Strecke von 350 Kilometern mit 83,4 km/h den drittbesten Vereinsschnitt des Wochenendes verzeichnen. Auch Andreas Görmer entschied sich dafür, den ersten Schenkel seines Fluges in Richtung Nordosten zu legen, konnte aber am späten Nachmittag noch einmal bis Weiden und zurück fliegen. Insgesamt erfolg er fast 500 Kilometer und brachte mit 84,2 km/h den besten Flug  des Tages in die Wertung ein. Dr. Claus Triebel, der bei einem Wettbewerb in Marpingen zur Qualifikation für die deutsche Meisterschaft teilnimmt, steuerte ebenfalls einen wertbaren Flug bei. Er flog zusammen mit Tochter Serena Triebel 247 km, konnte allerdings mit einer Schnittgeschwindigkeit von 76 km/h nicht an die in die Wertung eingehenden Ergebnisse seiner Vereinskameraden anknüpfen.

 

Mit diesem Polster wartete man gespannt, ob der zweite Wertungstag der 15. Runde eine Chance auf Verbesserung der Teamleistung bringen würde. Doch bedauerlicherweise spielte das Wetter am Sonntag nicht mehr mit, weshalb keine weiteren Flüge eingebracht werden konnten. Für die Rundenwertung bedeutet dies Platz 25 mit wiederholt nur einem Wertungspunkt. Mit einer aktuellen Gesamtpunktzahl von 86 Zählern und dem damit 19. Platz fliegt das Segelflugzentrum Ottengrüner Heide e.V. jedoch nach wie vor souverän unter den 30 besten Vereinen Deutschlands mit. Schon in der morgen beginnenden 16. Runde geht die Jagd nach Punkten weiter und es heißt wieder „ab in die Luft!“, sobald am Horizont die ersten Cumulanten zu sehen sind…

Info: Es gibt noch wenige freie Plätze für einen Segelflug-Schnupperkurs vom 9.-13. August auf der Ottengrüner Heide! Weitere Infos unter www.edqo.de.

 
Segelflugbundesliga - auch Runde 14 bringt kaum Punktgewinn
Geschrieben von: st   
Montag, den 26. Juli 2010 um 10:40 Uhr
Es scheint fast, als ob auf die sprichwörtlich sieben fetten Jahre wieder sieben dürre folgen würden: nach zwei überragenden Rundenplatzierungen in den letzten Wochen musste sich das Bundesligateam des Segelflugzentrums Ottengrüner Heide e.V. am vergangenen Wochenende zum zweiten Mal in Folge mit nur einem Punkt zufrieden geben.
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DSC07338Nach definitiv streckenflug-untauglichen Bedingungen am Samstag brachte erst der Sonntag das bessere Wetter. Andreas Görmer nutze als Erster die schon mittags gut entwickelte Wolkenthermik und startete mit seiner LS 4 in Richtung Oberpfalz. Nach rund 400 Kilometern standen 83,7 km/h und damit die beste von Helmbrechts aus erzielte Wertung des Wochenendes zu Buche. Hanns-Günther Bauer, der im Schnitt 76 Stundenkilometer schnell war, und Andreas Kreil, der beim Wettbewerb in Rotenburg  mit 111,5 km/h eine wiederholt großartige Leistung zur Vereinswertung beisteuerte, konnten das Gesamtergebnis nicht verbessern.
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Die aufaddierte Durchschnittsgeschwindigkeit von 268 km/h war am Ende nicht hinreichend, um mit der deutschlandweiten Konkurrenz Schritt zu halten. Da aber auch die direkten Rivalen in der Tabelle nicht nennenswert punkten konnten, steht das SFZ mit rund 15 Punkten Puffer zu den Abstiegsplätzen unverändert auf Platz 18.
 
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